Die Antwort in drei Sätzen

Shopify kostet 27 bis 289 € im Monat, typisch 71 €, und ist der schnellste Weg für jemanden, der verkaufen und nicht bauen will. WooCommerce hat keinen eigenen Abopreis, sondern kostet das, was um es herum anfällt: Hosting ab rund 5 € im Monat und eine Umsetzung, die bei kleinen Shops mit 1.500 bis 15.000 € angesetzt wird. Für Shopware liegen in unseren geprüften Quellen keine Preise vor — deshalb steht in diesem Artikel dazu keine Zahl, und du solltest jeder Quelle misstrauen, die eine nennt, ohne sie zu belegen.

Die Systeme im Vergleich

Alle Monatspreise netto bei jährlicher Zahlung, Stand Juli 2026.

SystemLaufend pro MonatEinmalige UmsetzungTransaktionsgebührenWem gehören die Daten
Shopify27 / 71 / 289 € (brutto 32,13 / 84,49 / 343,91 €)keine Pflicht, Themes und Einrichtung optional0 – 2,9 % + 0,30 € je nach ZahlartAnbieter, Export eingeschränkt
WooCommerce (selbst gehostet)Hosting 4,95 – 9,95 € (All-Inkl), rund 2 – 22 € (Hetzner)kleiner Shop 1.500 – 15.000 €, typisch 5.000 €hängt vom gewählten Zahlungsdienstleister ab, nicht belegtdir
Shopwarenicht belegtnicht belegtnicht belegtnicht belegt
Wix10 / 17 / 149 €keine0 – 2,9 % + 0,30 €Anbieter, vollständiger Export kaum möglich
Squarespace11 / 17 / 42 €keine0 – 2,9 % + 0,30 €Anbieter, vollständiger Export kaum möglich
Jimdo0 / 15 / 39 €keineje nach ZahlartAnbieter, vollständiger Export kaum möglich
IONOS MyWebsite1 / 15 / 25 €keineje nach ZahlartAnbieter

Dazu kommen bei allen Mietsystemen zwei Posten, die in keinem beworbenen Paketpreis stehen: die Domainverlängerung ab dem zweiten Jahr mit 15 bis 30 €, typisch 20 € im Jahr, und ein E-Mail-Postfach mit 5 bis 8 €, typisch 6 € im Monat.

Für wen ist was richtig

Reiner Dienstleister ohne versandfähige Ware

Kein Shop. Das ist die unbequemste und häufigste richtige Antwort. Belegt ist, dass sich Online-Shops vor allem für Betriebe lohnen, die versandfähige oder Nischenwaren verkaufen, und nicht zwingend für reine Dienstleister. Ein Malerbetrieb braucht keinen Warenkorb, sondern ein Anfrageformular. Wer trotzdem einen Shop aufsetzt, zahlt Abo und Transaktionsgebühren für Bestellungen, die nicht kommen.

Wenige Produkte, gelegentlicher Verkauf, bestehende Baukasten-Seite

Bleib bei deinem Baukasten und schalte die Shopfunktion dazu. Wix liegt bei typisch 17 €, Squarespace bei 17 €, Jimdo bei 15 €. Für ein Sortiment von zehn bis zwanzig Artikeln lohnt kein Systemwechsel. Rechne nur die Transaktionsgebühren mit, die reichen bis 2,9 Prozent plus 0,30 € pro Kauf.

Wachsender Handel, kein eigenes IT-Wissen, Fokus auf Verkauf

Shopify. Bei typisch 71 € im Monat bekommst du ein System, für das du weder Hoster noch Updates noch Sicherheitsfragen selbst verantwortest. Der Preis dafür sind die Transaktionsgebühren und die eingeschränkte Datenmitnahme. Wenn Verkauf dein Hauptgeschäft ist und du dich nicht mit Technik beschäftigen willst, ist das ein fairer Tausch.

Bestehende WordPress-Website, viele Inhalte, Datenhoheit wichtig

WooCommerce. Der Shop liegt dann auf derselben Installation wie deine Leistungsseiten und dein Blog, und die Kundendaten liegen in deiner eigenen Datenbank. Rechne mit Hosting ab rund 5 € im Monat. Ob die Umsetzung bei 1.500 oder bei 15.000 € landet, hängt an Sortimentsgröße, Versandlogik und Schnittstellen — der typische Wert für einen kleinen Shop liegt bei 5.000 €.

Wer über Shopware nachdenkt

Wir können dir dazu nichts Belegtes sagen, und das ist eine Antwort, keine Ausrede. In unseren geprüften Preisquellen taucht Shopware nicht auf. Was du tun kannst: Lass dir ein konkretes Angebot geben, in dem Lizenz, Hosting, Umsetzung und laufende Pflege getrennt ausgewiesen sind, und vergleiche die Dreijahressumme mit den Zahlen weiter unten. Solange dir jemand nur eine Monatsrate nennt, ist der Vergleich nicht möglich.

Was drei Jahre wirklich kosten

Gerechnet über 36 Monate. Für die Transaktionsgebühren ist eine Annahme nötig; sie ist hier offengelegt: 50.000 € Jahresumsatz und der typische Satz von 1,5 Prozent. Domain ab Jahr 2 mit 40 € und ein E-Mail-Postfach mit 216 € über drei Jahre sind bei den Mietsystemen eingerechnet.

WegLaufend 36 MonateEinmaligGebühren auf 150.000 € UmsatzSumme 3 Jahre
WooCommerce selbst aufgesetzt (Hosting 9,95 €)358 €0 €abhängig vom Zahlungsdienstleisterrund 398 € plus Zahlungsgebühren
Wix oder Squarespace (17 €)612 €0 €2.250 €rund 3.118 €
Shopify, kleinster Tarif (27 €)972 €0 €2.250 €rund 3.478 €
Shopify, typischer Tarif (71 €)2.556 €0 €2.250 €rund 5.062 €
WooCommerce durch Dienstleister (typisch)358 €5.000 €abhängig vom Zahlungsdienstleisterrund 5.398 € plus Zahlungsgebühren
Shopify, größter Tarif (289 €)10.404 €0 €2.250 €rund 12.910 €

Ein Hinweis zur Größenordnung: Der Sprung vom typischen Satz von 1,5 Prozent auf den Höchstsatz von 2,9 Prozent plus 0,30 € je Kauf verändert diese Tabelle stärker als jede Systementscheidung. Bei 150.000 € Umsatz über drei Jahre und einem durchschnittlichen Warenkorb von 50 € — diese Warenkorbgröße ist unsere Annahme, keine belegte Zahl — sind das 4.350 € plus 900 € Stückgebühren, also 5.250 € statt 2.250 €.

Und deine eigene Arbeitszeit

Hier steht bewusst keine Zahl. Wie lange ein Laie für Aufbau und Pflege eines Shops braucht, ist in keiner der geprüften Quellen erhoben; die Anbieter veröffentlichen dazu nichts. Belegbar ist nur die Richtung: Ein Baukasten mit Shopfunktion ist schneller eingerichtet als ein selbst aufgesetztes WooCommerce, und ein Profi-Werkzeug ist wieder aufwendiger. Rechne den Unterschied selbst durch — zwischen dem selbst aufgesetzten WooCommerce (rund 398 €) und dem durch einen Dienstleister umgesetzten (rund 5.398 €) liegen 5.000 €. Wer die eigene Stunde für 85 € verkauft, hat das nach rund 59 Stunden aufgebraucht. Und die Pflege danach ist wiederkehrend, nicht einmalig.

Die drei Punkte, die alle verschweigen

1. Die Transaktionsgebühr ist die eigentliche Rechnung

Verglichen wird immer die Monatsrate, bezahlt wird vor allem der Prozentsatz. Die belegte Spanne reicht von 0 bis 2,9 Prozent plus 0,30 € pro Kauf. Bei 100.000 € Jahresumsatz sind das bis zu 2.900 € allein an prozentualen Gebühren, dazu die Stückgebühren. Das ist mehr als jedes Abo in dieser Tabelle. Frag bei jedem Anbieter, welcher Satz bei welcher Zahlart gilt und ob er sich ändert, wenn du einen fremden Zahlungsdienstleister nutzt.

2. Der beworbene Monatspreis gilt nur bei Jahresvorauszahlung

Praktisch alle geprüften Anbieter zeigen einen Monatsbetrag, der eine jährliche Vorauszahlung voraussetzt. Echte monatliche Zahlweise ist meist 20 bis 30 Prozent teurer. Dazu kommen Einstiegsangebote: Der 1-Euro-Tarif bei IONOS ist ein Lockangebot und steigt nach sechs oder zwölf Monaten deutlich an. Vergleiche Verlängerungspreise, nicht Werbepreise.

3. Der Ausstieg steht nicht auf der Preisseite

Bei den geschlossenen Systemen ist ein vollständiger Datenumzug kaum möglich. Wie weit die Einschränkungen genau gehen, lässt sich aus den Preisübersichten nicht ablesen — das steht in den AGB, nicht im Tarifvergleich. Praktisch heißt das: Ein Wechsel von Wix oder Squarespace zu einem eigenen System ist eher ein Neubau als ein Umzug. Bei WooCommerce liegen Produkte, Bestellungen und Kunden in deiner eigenen Datenbank. Dieser Unterschied taucht in keiner Preistabelle auf und ist trotzdem der teuerste Posten, wenn er eintritt.

Rechne deinen Shop durch

Der Rechner arbeitet mit denselben Zahlen wie dieser Artikel. Kein E-Mail-Zwang, kein Rückruf.

1. Wie groß wird die Website?

Umfang
Aufschlüsselung des Ergebnisses
Positionvonbis
Mittel (10–15 Seiten) 4.500 12.000

Das Ergebnis ist eine Orientierung auf Basis öffentlich belegter Marktdaten, kein Angebot.

Alle Felder und Quellen: Webdesign-Kosten-Rechner

Häufige Fragen

Ist WooCommerce kostenlos?

In unseren geprüften Preisquellen ist für WooCommerce selbst kein Abopreis ausgewiesen. Kostenlos ist dein Shop damit trotzdem nicht: Es fallen Hosting ab rund 5 € im Monat, die Domainverlängerung ab Jahr 2 mit 15 bis 30 € im Jahr und die Gebühren deines Zahlungsdienstleisters an, dazu die Umsetzung, wenn du sie nicht selbst machst. Die belegte Spanne für einen kleinen Shop liegt bei 1.500 bis 15.000 €.

Warum steht Shopware ohne Preis in der Tabelle?

Weil wir keinen belegen können. Die Vergleichsrecherche deckt Wix, Jimdo, IONOS, Squarespace, Webflow, Shopify und WordPress.com ab; Shopware ist nicht darunter. Eine Zahl zu schätzen, nur damit die Zeile voll ist, wäre der bequeme Weg und der falsche. Wenn du ein belastbares Angebot vorliegen hast, kannst du es mit der Dreijahresrechnung oben direkt vergleichen.

Ab welchem Umsatz lohnt sich ein eigener Shop statt eines Marktplatzes?

Dafür gibt es keine belastbare Statistik, und wir nennen deshalb keine Schwelle. Was du selbst rechnen kannst: Stell die Marktplatzprovision auf deinen Jahresumsatz der Dreijahressumme aus der Tabelle gegenüber. Belegt ist nur die Richtung — ein eigener Shop lohnt sich vor allem bei versandfähigen oder Nischenwaren, nicht bei reinen Dienstleistungen.

Sorgt der Anbieter für die Barrierefreiheit meines Shops?

Nein. Einige Anbieter bewerben barrierefreie Vorlagen, garantieren aber keine Konformität mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Redaktionelle Inhalte wie Kontraste, Alternativtexte für Produktbilder und die Struktur der Seiten liegen in der Verantwortung des Betreibers. Für eine rechtliche Einschätzung deines konkreten Falls ist ein Rechtsbeistand zuständig, nicht ein Systemvergleich.

Quellen

Nicht belegbar und deshalb ohne Zahl: sämtliche Preise für Shopware, die Zahlungsgebühren bei selbst gehostetem WooCommerce, der eigene Zeitaufwand für Aufbau und Pflege, die genauen Exportgrenzen der geschlossenen Systeme, Kosten bei Kündigung sowie eine Umsatzschwelle, ab der sich ein eigener Shop gegenüber einem Marktplatz rechnet. Die Annahmen in der Dreijahresrechnung — 50.000 € Jahresumsatz und 50 € durchschnittlicher Warenkorb — sind als solche gekennzeichnet.