Die Antwort in zwei Sätzen

Bei einem Website-Umzug ändern sich in der Regel die Adressen der Unterseiten, und alte Treffer bei Google führen dann ins Leere. Damit das nicht passiert, braucht jede alte Adresse einen dauerhaften Nachsendeauftrag auf die passende neue — technisch eine 301-Weiterleitung.

Kurz erklärt

Ein Umzug im Netz ist wie der Umzug deines Betriebs an eine neue Adresse. Ziehst du einfach um, stehen Stammkunden und Postbote vor einer leeren Halle. In der Web-Welt heißt der Nachsendeauftrag 301-Weiterleitung. Die Zahl 301 ist ein Signal an Browser und Suchmaschinen: Diese Seite ist dauerhaft umgezogen, übernimm die neue Adresse.

Wichtig ist die Unterscheidung zweier Fälle. Beim Umzug ohne Adressänderung bleibt jede Unterseite unter derselben Adresse erreichbar, nur Gestaltung oder Server ändern sich. Das Risiko ist gering. Beim Umzug mit Adressänderung ändern sich die Adressen — durch eine neue Domain, eine neue Struktur oder ein anderes System. Nur dieser Fall braucht das vollständige Protokoll.

Die häufigste Fehleinschätzung besteht darin, den zweiten Fall für den ersten zu halten. Ein Systemwechsel ändert die Adressen fast immer, auch wenn die Seiten hinterher gleich heißen.

Schritt für Schritt: der sichere Umzug

  1. Alte Struktur festhalten. Erstell eine Tabelle aller bestehenden Unterseiten. Die Adressen findest du in der Sitemap deiner Seite — meist unter deine-domain.de/sitemap.xml — und im Bericht „Seiten“ der Google Search Console.
  2. Weiterleitungen planen. Schreib in eine zweite Spalte hinter jede alte Adresse die genaue neue Adresse. Für Seiten, die es künftig nicht mehr gibt, wählst du die inhaltlich nächstliegende Seite als Ziel, nicht pauschal die Startseite.
  3. Sicherung anlegen. Vollständige Sicherung der alten Website erstellen und aufbewahren, auch wenn sie voraussichtlich niemand mehr braucht.
  4. Termin sinnvoll wählen. Leg den Umzug auf eine Zeit mit wenig Betrieb und mit erreichbaren Ansprechpartnern. Ein Vormittag unter der Woche ist besser als Freitagnachmittag.
  5. Umzug durchführen und Weiterleitungen aktivieren. Die Einträge werden entweder über ein Weiterleitungs-Plugin oder direkt auf dem Server hinterlegt. Das übernimmt in der Regel derjenige, der die Seite baut.
  6. Sperre für Suchmaschinen entfernen. Während der Entwicklung ist meist eine Sperre gesetzt. In WordPress findest du sie unter „Einstellungen“, „Lesen“, Punkt „Sichtbarkeit für Suchmaschinen“. Dieser Haken muss weg — kontrollieren, nicht annehmen.
  7. Zeile für Zeile testen. Ruf jede alte Adresse aus deiner Tabelle im Browser auf und prüfe, ob du auf der richtigen neuen Seite landest. Stichproben genügen nicht.
  8. Sitemap einreichen. Trag die Sitemap der neuen Seite in der Google Search Console ein. Bei einem Wechsel der Domain gibt es dort zusätzlich die Funktion zur Adressänderung.
  9. Vier bis zwölf Wochen nachkontrollieren. Wöchentlich in die Search Console schauen: Wie viele Seiten sind erfasst, welche Fehler tauchen auf? Jede nicht gefundene alte Adresse ist eine vergessene Zeile in deiner Tabelle.

Die häufigsten Fehler

Woran du merkst, dass etwas nicht stimmt

Die Liste für den Umzugstag

Am Tag der Umstellung hilft eine feste Reihenfolge mehr als jede Absprache. Arbeite die Punkte von oben nach unten ab und hak sie ab.

Der Punkt, der am häufigsten vergessen wird, ist der zweite. Die Sperre aus der Bauphase bleibt gesetzt, die Seite ist wochenlang für Google unsichtbar, und niemand versteht, warum die Anfragen ausbleiben.

Was ein Umzug oder Relaunch kostet

Der gefährlichste Moment im Leben einer Website. Rechne aus, was ein schiefgegangener Umzug dich im Jahr kostet — und was die Absicherung kostet.

1. Wie groß ist die bestehende Seite?

Umfang

2. Was ändert sich?

Änderungen

Jeder Punkt erhöht das Risiko. Deshalb rechnen wir ihn dir vorher aus, statt hinterher zu reparieren.

3. Absicherung

Wie sicher soll der Umzug sein?

4. Was auf dem Spiel steht

Steht in der Search Console. Wenn du sie nicht hast: schätzen.

Besucher
Anfragen
%
Aufschlüsselung des Ergebnisses
Positionvonbis
10 bis 30 Seiten 3.200 8.500
Migrationsprotokoll 400 1.400
Umsatz über die Website im Jahr 17.280 17.280
Geschätzter Verlust ohne Sorgfalt 181,44 483,84

Geschätztes Risiko eines Sichtbarkeitsverlusts: rund 2 Prozent - abhängig davon, was sich ändert und wie abgesichert wird.

Das entspricht bei deinen Zahlen etwa 302 EUR entgangenem Umsatz im ersten Jahr.

Wir garantieren das Verfahren und die Nacharbeit, nicht das Ergebnis von Google. Null Verlust kann niemand versprechen.

Steht bei dir ein Relaunch an?

Schick uns die alte Adresse. Wir sagen dir in 20 Minuten, welche Seiten Anfragen bringen und was beim Umzug geschützt werden muss.

Termin aussuchen Direkt anrufen Als PDF speichern

Das PDF enthält deine Auswahl, den Garantiepreis und das Gültigkeitsdatum — ohne dass du Kontaktdaten hinterlassen musst.

Das Ergebnis ist eine Orientierung auf Basis öffentlich belegter Marktdaten, kein Angebot.

Ratenzahlung — was gilt und was dagegen spricht

Was dafür gilt

  • Die Website oder Anwendung bleibt für die gesamten 24 Monate in Betrieb.
  • Bei Websites, Portalen und Apps läuft ein Betreuungsvertrag für dieselben 24 Monate mit. Er kostet dasselbe wie ohne Finanzierung — wir schlagen nichts auf. Bei reinen Grafik- und Druckaufträgen entfällt er.
  • Die Anzahlung ist vor Projektbeginn fällig, die erste Rate im Monat nach der Abnahme.
  • Bleiben zwei Raten offen, wird der Restbetrag fällig. Das steht im Vertrag und ist der einzige Punkt, an dem es unangenehm wird.
  • Ihr könnt jederzeit vorzeitig ablösen. Es gibt keine Vorfälligkeitsentschädigung, weil es keine Zinsen gibt, die uns entgehen könnten.

Und was dagegen spricht

  • Ihr bindet euch für zwei Jahre. Wer das Geld hat, fährt mit der Einmalzahlung freier — dann könnt ihr die Betreuung nach dem ersten Jahr kündigen.
  • Die Betreuung ist bei dieser Variante Pflicht, sonst nicht. Rechnet sie in eure Gesamtkosten ein, nicht nur die Rate.
  • Wir prüfen vor Vertragsschluss kurz, ob der Betrieb die Raten tragen kann. Das ist keine Schufa-Abfrage, sondern ein Gespräch — aber wir sagen auch ab.

Zur Ehrlichkeit gehört auch das: Ein Widerrufsrecht habt ihr hier nicht. Die Verbraucherschutzvorschriften für Kredite setzen einen entgeltlichen Vertrag voraus (§ 491 Abs. 2 BGB) — unsere Stundung ist zinsfrei, also greifen sie nicht. Auch § 513 BGB hilft Existenzgründern hier nicht weiter, weil er nur die §§ 491 bis 512 erstreckt. Anders liegt es nur, wenn ihr als Privatperson bestellt und nicht als Betrieb: Dann gilt § 515 in Verbindung mit § 514 Abs. 2 BGB, und ihr könnt binnen 14 Tagen widerrufen. Wir sagen euch vor Vertragsschluss, welcher Fall bei euch vorliegt.

Eigene Summe im Ratenrechner durchrechnen

Woher die Zahlen kommen (15 Quellen)
  • Overlay-Werkzeuge für Barrierefreiheit (unter 100 EUR/Monat) erfüllen die Anforderungen nicht. Echte Umsetzung im Quelltext beginnt laut Marktdaten bei rund 2.500 EUR.
  • Mehrsprachigkeit wird am Markt teils pauschal pro Sprache, teils als prozentualer Aufschlag von 30-50 % berechnet. Wir rechnen pauschal - das ist bei kleinen Projekten günstiger.
  • Für Mehrsprachigkeit als Pauschalpreis pro Sprache und für geschützte Kundenbereiche nennt keine der geprüften Quellen belastbare Marktpreise. Beide Werte sind Aufwandsschätzungen und im Ergebnis als solche gekennzeichnet.
  • Ab etwa 25 Seiten nennen die Quellen nur noch Einstiegspreise (Premium ab 15.000 EUR, Enterprise ab 25.000 EUR) statt Preisspannen. Der ausgewiesene Wert für sehr große Projekte ist deshalb eine Schätzung, kein belegter Marktpreis.
  1. firmencharisma.de belegt: Website-Komplettpaket zum Festpreis 1.499 EUR einmalig zzgl. 399 EUR/Jahr Hosting-Bundle; Online-Shop ab 1.499 EUR, Logo ab 499 EUR, Terminbuchung ab 399 EUR, weitere Sprachversion ab 599 EUR
  2. kopfundstift.de belegt: Preistabelle: One-Pager/Landingpage 1.000-2.500 EUR, kleine Website (5 Seiten) 2.500-5.000 EUR, Business-Website (10+ Seiten) 5.000-12.000 EUR, Enterprise/Portal ab 25.000 EUR; Template-Webdesign ab 500 EUR
  3. www.neuzeitwerber.de belegt: Starter (bis 5 Unterseiten) 2.500-4.500 EUR, Business (10-25 Unterseiten) 4.500-12.000 EUR, Premium/Enterprise ab 15.000 EUR
  4. kopfundstift.de belegt: Online-Shop einfach (bis 50 Produkte) 8.000-15.000 EUR, Online-Shop komplex 15.000-40.000 EUR
  5. go-webdesign.de belegt: Webdesign zum Festpreis: Onepager/Landingpage ab 490 EUR, Premium-Paket ab 2.490 EUR
  6. kopfundstift.de belegt: Texte und Inhalte 50-120 EUR pro Seite; weitere Nachschlaege: DSGVO 150-500 EUR, Wartung 300-1.000 EUR/Jahr, Datenuebernahme beim Relaunch 300-1.500 EUR
  7. skaletzphotography.de belegt: Business-Portraits ab 790 EUR netto, Mitarbeiterfotos ab 89 EUR pro Person (Teams ab 10 Mitarbeitern), weitere Pakete ab 990 / 2.200 / 3.500 EUR
  8. www.sabrinaschmieddesign.de belegt: Logo-Preisstufen: guenstige Logos 0-250 EUR, Einsteiger-Freelancer 250-800 EUR, erfahrene Freelancer 800-2.500 EUR, Design- und Markenagenturen ab 2.500 EUR; gutes Logo typischerweise ab 1.500 EUR
  9. www.sakura-tech.de belegt: Care-Paket fuer laufende Pflege ab 49 EUR pro Monat; Domain und Hosting ueblicherweise 5-15 EUR pro Monat
  10. davidkeiser.de belegt: Projektdauer: ein professionelles Website-Projekt dauert in der Regel vier bis acht Wochen, bei komplexeren Projekten zehn bis zwoelf Wochen
  11. kopfundstift.de belegt: Stundensaetze: Agentur 80-180 EUR, Freelancer 60-100 EUR, Senior Webdesigner 80-120 EUR, Einsteiger 30-50 EUR
  12. davidkeiser.de belegt: Zweisprachige Unternehmenswebsite 5.000-10.000 EUR; jede zusaetzliche Sprachversion schlaegt mit etwa 30-50 % des Basispreises zu Buche; Uebersetzung 8-15 Cent pro Wort
  13. svaerm.com belegt: Grobe Analyse der Barrierefreiheit 600-1.200 EUR, umfassende Analyse 5.000-10.000 EUR, barrierefreie Programmierung 5.000-15.000 EUR, Testing 2.000-3.500 EUR, KI-Audit-Tools 1.200-2.000 EUR/Jahr
  14. seiten-werk.com belegt: Onepager Festpreis 1.500-2.500 EUR, kompakte Firmenhomepage 3.000-6.000 EUR, groesseres Webprojekt 8.000-20.000 EUR; Shop mit geschuetztem Kundenbereich im mittleren fuenfstelligen Bereich; Wartung ab 95 EUR pro Monat
  15. unwashed.co belegt: Webtexte etwa 150-600 EUR pro Landingpage; Berufsverband Text empfiehlt 315 EUR pro Normseite, Deutscher Journalistenverband rund 200 EUR pro Normseite bzw. 80 Cent pro Wort

Alle Quellen abgerufen am 25.07.2026. Preise netto.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis sich alles wieder eingependelt hat?

Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, weil Suchmaschinen die neuen Adressen erst nach und nach erfassen. Eine belastbare allgemeine Dauer gibt es nicht — sie hängt von Umfang und Besucherzahl ab. Wichtig ist, in dieser Phase die Berichte zu beobachten statt hektisch nachzubessern.

Muss ich Weiterleitungen für immer behalten?

Als Faustregel lässt man sie stehen. Sie kosten nichts und fangen alte Links von fremden Seiten, aus Verzeichnissen und aus Lesezeichen weiterhin ab. Erst wenn eine Adresse über Jahre keinen Aufruf mehr hat, ist Aufräumen sinnvoll.

Was ist mit meinen E-Mails?

Die hängen nicht an der Website, sondern am MX-Eintrag im DNS. Wenn du nur die Website umziehst und die Domain bleibt, ändert sich für E-Mail nichts. Wechselst du auch den Anbieter, notiere den MX-Eintrag vorher und prüfe ihn danach.

Passend dazu

Quellen

Nicht belegbar: der typische Sichtbarkeitsverlust nach einem Umzug in Prozent und die Dauer bis zur vollständigen Erholung. Beides hängt vom Einzelfall ab, und es gibt keine belastbaren Durchschnittswerte. Die Empfehlung, Weiterleitungen dauerhaft zu behalten, ist gängige Praxis, keine Vorgabe.

Die Adressliste in Schritt 1 ist die Arbeit, die sich am meisten auszahlt, und du kannst sie selbst erstellen. Die Weiterleitungen einzurichten und zu prüfen übernehmen wir, wenn du möchtest.