Die Antwort in zwei Sätzen

Suchbegriffe sind die Worte, die dein Kunde eintippt, wenn er ein Problem hat — und die sind fast nie die Fachbegriffe deiner Branche. Mit vier kostenlosen Quellen findest du heraus, wie deine Kunden tatsächlich formulieren, ohne ein Bezahlwerkzeug zu abonnieren.

Kurz erklärt

Stell dir vor, du stehst im Baumarkt und hörst zu, wie Kunden den Verkäufer um Hilfe bitten. Niemand sagt: „Ich benötige eine Brennwerttherme.“ Gesagt wird: „Meine Heizung gluckert und wird nicht richtig warm.“ Genau diese Worte tippen dieselben Menschen später bei Google ein.

Daraus folgen zwei Regeln. Erstens: Nutze die Sprache deiner Kunden, nicht die deines Großhändlers. Zweitens: Denk den Ort mit. Nach „Schreiner“ allein sucht kaum jemand, gesucht wird nach „Schreiner Köln“ oder „Schreiner in meiner Nähe“.

Wichtig zur Einordnung: Mit kostenlosen Mitteln findest du Themen und Formulierungen, aber keine genauen Suchmengen. Wie oft ein Begriff im Monat gesucht wird, lässt sich ohne Bezahlwerkzeug oder laufende Anzeigenkampagne nicht belegen. Das ist kein Beinbruch — für die Frage, welche Seiten du brauchst, reichen Themen und Reihenfolge aus.

Schritt für Schritt: Begriffe sammeln

  1. Telefonnotizen auswerten. Schreib eine Woche lang mit, mit welchen Worten Kunden am Telefon ihr Problem schildern. Nimm die Formulierungen wörtlich auf, nicht in deine Fachsprache übersetzt. Das ist die beste Quelle, die du hast, und sie kostet nichts.
  2. Automatische Vervollständigung nutzen. Geh zu Google und tipp langsam deinen Beruf mit Ort ein, etwa „Maler Köln“. Google klappt Vorschläge aus. Das sind Formulierungen, die tatsächlich gesucht werden. Notier sie.
  3. Variieren. Wiederhol Schritt 2 mit Fragen statt Berufen: „Was kostet…“, „Wie lange dauert…“, „Wer repariert…“. So findest du die Fragen hinter der Suche.
  4. Ähnliche Suchanfragen ansehen. Such nach einer deiner Leistungen und scroll auf der Ergebnisseite ganz nach unten. Dort steht ein Block mit verwandten Suchanfragen. Notier auch die.
  5. Search Console auswerten. Wenn du eine Website hast, öffne die Google Search Console, klick auf „Leistung“ und wechsle auf den Reiter „Suchanfragen“. Dort stehen die echten Begriffe, mit denen Menschen auf deiner Seite gelandet sind. Das ist die einzige Quelle mit belegten Zahlen zu deiner eigenen Seite.
  6. Begriffe vergleichen. Mit Google Trends kannst du zwei Formulierungen gegeneinander stellen und sehen, welche im Zeitverlauf gefragter ist. Absolute Zahlen bekommst du dort nicht, aber eine Tendenz.
  7. Sortieren. Bilde aus deiner Liste Gruppen: eine Gruppe je Leistung, eine je Ort. Jede Gruppe, zu der es bei dir noch keine eigene Seite gibt, ist ein Kandidat.
  8. Umsetzen. Schreib je Gruppe eine Seite, die diese Frage beantwortet — mit der Formulierung des Kunden in Überschrift und erstem Absatz.

Die häufigsten Fehler

Woran du merkst, dass etwas nicht stimmt

Aus Begriffen werden Seiten

Eine Liste mit Suchbegriffen nützt nichts, solange sie eine Liste bleibt. Der Übersetzungsschritt ist einfach: Jede Gruppe verwandter Formulierungen wird eine Seite, und die Formulierung des Kunden steht in der Überschrift.

  1. Nimm eine Gruppe, etwa alles rund um „Heizung wird nicht warm“.
  2. Formuliere daraus die Überschrift der Seite, möglichst in den Worten des Kunden.
  3. Beantworte im ersten Absatz die Frage direkt, ohne Vorrede. Wer scrollen muss, um zu erfahren, ob er richtig ist, klickt weg.
  4. Ergänze darunter Ablauf, Preisrahmen und die Frage, was der Kunde selbst prüfen kann.
  5. Nenne den Ort mindestens einmal natürlich im Text, nicht gestapelt.
  6. Setz einen klaren Hinweis, wie man dich erreicht — Telefonnummer und Formular.

Zwei bis drei solcher Seiten im Quartal sind für einen Handwerksbetrieb ein realistisches Tempo. Wichtiger als Menge ist, dass jede Seite eine Frage vollständig beantwortet. Halbe Seiten zu vielen Themen wirken schlechter als wenige vollständige.

Was Arbeit an Suchbegriffen kostet

Kein Ranking-Versprechen. Ein ehrliches Budget, eine ehrliche Dauer und die Zahl, ab der es sich für dich rechnet.

1. Wo willst du gefunden werden?

Reichweite
Wie intensiv?

Die Stufe entscheidet, wie schnell etwas passiert. Wir nennen dir bei jeder Stufe ehrlich, ab wann frühestens erste Ergebnisse sichtbar werden — garantieren können wir nichts, das kann niemand.

Wurde für diese Website schon einmal SEO gemacht?

Eine Seite ohne jede Vorarbeit braucht länger — auch bei der höchsten Stufe.

Jeder zusätzliche Ort bedeutet eigene Seiten, eigenes Google-Profil und eigene Bewertungen.

Orte
%

Wenn du es nicht weißt: 0 eintragen. Das ist bei den meisten der ehrliche Startwert.

Anfragen

2. Damit wir den Break-even ausrechnen können

Netto, was ein neuer Kunde im Schnitt bringt.

3. Einmalige Leistungen anpassen
Zusätzlich einmalig
Aufschlüsselung des Ergebnisses
Positionvonbis
Erste Ergebnisse frühestens nach 12 12
Mindestlaufzeit in Monaten 6 6
Nötige Zusatzanfragen pro Monat 5 5
Umsatz je zusätzlicher Anfrage 240 240
Einmalige Leistungen 1.000 8.000
Einsatz bis zu ersten Ergebnissen 8.400 16.800
Mindestbindung bei 6 Monaten 4.000 17.000

Stufe Mittel: erste Ergebnisse frühestens nach 12 Monaten (die Website hatte bisher keinerlei SEO, deshalb länger). Das ist kein Versprechen, sondern der früheste realistische Zeitpunkt - garantieren kann das niemand, auch wir nicht.

Wir schließen keinen SEO-Vertrag unter 6 Monaten ab. Kürzer wäre unseriös: In drei Monaten lässt sich nichts erreichen, und wir würden dir Geld für ein Ergebnis abnehmen, das nicht kommen kann.

Damit sich 1.000 EUR im Monat tragen, brauchst du rund 5 zusätzliche Anfragen monatlich. Heute hast du 2.

Wir rechnen mit der niedrigeren Klickrate von 14 Prozent für Platz 1, weil KI-Antworten in der Suche Klicks kosten. Ohne sie wären es 28 Prozent.

Willst du wissen, ob sich SEO für dich überhaupt lohnt?

Wir sehen uns deine Zahlen an und sagen es dir ehrlich. Bei manchen Geschäftsmodellen lautet die Antwort Nein — dann sagen wir das auch.

Termin aussuchen Direkt anrufen Als PDF speichern

Das PDF enthält deine Auswahl, den Garantiepreis und das Gültigkeitsdatum — ohne dass du Kontaktdaten hinterlassen musst.

Das Ergebnis ist eine Orientierung auf Basis öffentlich belegter Marktdaten, kein Angebot.

Woher die Zahlen kommen (7 Quellen)
  • Klickraten für Position 1: Die beiden geprüften Primärquellen messen Unterschiedliches — Seer Interactive misst die Klickrate pro Impression (1,3 bis 3,8 %), First Page Sage misst die Klickrate auf sauberen Suchergebnisseiten (39,8 % für Position 1). Eine belastbare Positions-1-Klickrate speziell für Suchanfragen mit AI Overview lässt sich daraus nicht ableiten. Die im Rechner verwendeten Werte sind deshalb als Schätzung gekennzeichnet.
  • Exakte kombinierte CTR: Eine exakte, garantierte CTR für Position 1 *inklusive* AI-Overview-Klicks lässt sich schwer belegen. Die Search Console (GSC) vermischt die Daten oft, und Drittanbieter-Tools kämpfen noch mit der sauberen Trennung von "Zero-Click", "AIO-Link-Klick" und "Klassischer Orga-Klick".
  • Pauschale Preise für Content: Content-Preise pro Seite sind extrem volatil und hängen stark vom KI-Einsatz ab. Eine Unterscheidung zwischen reinem KI-Content (sehr günstig) und redaktionellem Deep-Dive-Fachartikel (sehr teuer) fehlt in den meisten Meta-Studien, was die Spannen verzerrt.
  • Dauer von SEO (Agenturen vs. Datenbasis): Viele Agentur-Blogs versprechen im Marketing-Ton "sichtbare Ergebnisse in 4-6 Wochen", um Kunden zu gewinnen. Die validen Primärdaten von Ahrefs und Sistrix belegen hingegen, dass für über 90% der neuen Seiten ein Top-10-Ranking im ersten Jahr in kompetitiven Nischen fast ausgeschlossen ist (fehlende Historie, Authority-Gap).
  • AIO-Klicks (Google-Statement vs. Unabhängige Studien): Google behauptet offiziell in Statements, dass AI Overviews zu mehr Klicks und höherwertigem Traffic für Publisher führen. Unabhängige Studien aus 2026 (wie von Seer Interactive) zeigen jedoch das Gegenteil: Eine starke CTR-Kompression für traditionelle Ergebnisse und sehr geringe Klickraten (unter 3%) direkt aus den AI Overviews.
  • Bewertungszahlen im Handwerk: Für den bundesweiten Durchschnitt an Google-Bewertungen bei Handwerksbetrieben und für die Schwelle "50+ Bewertungen für Top-Rankings" ließ sich am 25.07.2026 keine belastbare Primärquelle finden. Beide Werte sind Schätzungen und im Ergebnis gekennzeichnet. Belegt ist dagegen, dass 47 % der Verbraucher Betriebe mit weniger als 20 Bewertungen meiden.
  • Ein bundesweit exakter, offizieller Durchschnitt für die "Ortsbesten" in allen Handwerkssparten (z.B. Tischler vs. Elektriker), da die Zahlen je nach lokaler Konkurrenzsituation (München vs. ländlicher Raum) extrem schwanken (daher als Spanne "50-100+" anhand von SEO-Analysen abgeleitet).
  • Klickraten (CTR): Ältere Studien sprechen Platz 1 im Map-Pack teils über 30 % Klickrate zu, während 2026er Studien (bedingt durch AI-Overviews und LSA-Anzeigen) deutlich geringere Abstände zwischen Platz 1 (ca. 17,6 %) und Platz 3 (ca. 15,1 %) feststellen.
  • Badge-Namensgebung LSA: Während der Begriff „Google Garantiert“ (Google Guaranteed) in der deutschen Praxis oft noch verwendet wird, weisen Berichte aus 2026 auf eine Konsolidierung der Badges (häufiger „Von Google verifiziert“) hin, wodurch Begrifflichkeiten teils verschwimmen.
  1. firstpagesage.com belegt: Klickraten im Google Local Pack 2026: Platz 1 = 17,6 %, Platz 2 = 15,4 %, Platz 3 = 15,1 %; Local Service Ads 3,1 / 2,8 / 2,5 %
  2. unwashed.co belegt: Kosten für professionelle Webtexte: etwa 150-600 EUR pro Landingpage; Berufsverband Text 315 EUR pro Normseite (200 Wörter), Deutscher Journalistenverband rund 200 EUR pro Normseite (250 Wörter) bzw. 80 Cent pro Wort; Texter-Stundensatz rund 90 EUR
  3. seohandbook.co.uk belegt: Nur Startseite erreichbar — die Aussage zum 20-Prozent-Ranking-Gewicht von Bewertungen war dort am 25.07.2026 nicht auffindbar. Wert im Rechner als Schätzung gekennzeichnet.
  4. www.brightlocal.com belegt: Local Consumer Review Survey 2026: 31 % der Verbraucher nutzen nur Betriebe ab 4,5 Sternen (2025: 17 %), 68 % nur ab 4 Sternen, "4,5-5 Sterne" als Sweet Spot; 47 % meiden Betriebe mit weniger als 20 Bewertungen; 74 % suchen Bewertungen aus den letzten drei Monaten
  5. ads.google.com belegt: Verfügbarkeit von Google Local Services Ads für Handwerks- und Dienstleistungsbranchen in Deutschland
  6. cms.law belegt: Nur Startseite der Kanzlei hinterlegt und für automatisierte Abrufe gesperrt (HTTP 403). Der Fachbeitrag zur Unzulässigkeit von Gewinnspiel-Bewertungen und Review Gating nach § 5 UWG konnte am 25.07.2026 nicht verifiziert werden — rechtlich tragend ist Q7.
  7. support.google.com belegt: Verbot von Review Gating und incentivierten Bewertungen in Google-Richtlinien

Alle Quellen abgerufen am 25.07.2026. Preise netto.

Häufige Fragen

Wie viele Suchbegriffe brauche ich?

Denk nicht in Begriffen, sondern in Fragen. Eine Seite beantwortet eine Frage, und dabei fallen die passenden Formulierungen von selbst an. Für einen typischen Handwerksbetrieb sind das je Leistung eine Seite plus die wichtigsten Orte.

Brauche ich ein Bezahlwerkzeug?

Für die Frage, welche Seiten du brauchst, nicht. Bezahlwerkzeuge liefern vor allem Suchmengen und Wettbewerbsvergleiche. Das ist nützlich, wenn du zwischen zwei Themen priorisieren musst, aber es ersetzt keine der vier kostenlosen Quellen oben.

Warum finde ich keine Zahlen zum Suchvolumen?

Weil Google diese Angaben mit kostenlosen Bordmitteln nicht bereitstellt. Ohne Bezahlwerkzeug oder laufende Anzeigenkampagne bekommst du Tendenzen und Ideen, aber keine belastbaren monatlichen Zahlen. Das ist eine Grenze der Methode, kein Fehler bei der Suche.

Passend dazu

Quellen

Nicht belegbar: das genaue monatliche Suchvolumen einzelner Begriffe. Mit kostenlosen Mitteln lassen sich nur Tendenzen und Ideen ableiten, keine harten Zahlen. Auch die Reihenfolge der Vorschläge in der automatischen Vervollständigung ist kein Beleg für eine Rangfolge nach Häufigkeit.

Die Telefonnotizen aus Schritt 1 sind der Teil, den nur du machen kannst — und der Teil mit dem größten Wert. Die Auswertung und die Seitenplanung übernehmen wir, wenn du willst.