Die Antwort in zwei Sätzen

Hosting-Tarife unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Technik du selbst verantwortest: von „der Anbieter macht alles“ bis „du machst alles“. Für einen Handwerksbetrieb ohne eigene IT ist die Antwort fast immer gemeinsam genutztes Hosting oder ein auf WordPress zugeschnittener Tarif — alles andere erzeugt Arbeit, die niemand im Betrieb erledigt.

Kurz erklärt

Shared Hosting — auf Deutsch geteiltes Hosting — ist das Mehrfamilienhaus. Du teilst dir einen Server mit vielen anderen Websites. Es ist günstig, und der Anbieter kümmert sich um die Technik. Der Nachteil: Wenn ein Nachbar plötzlich sehr viele Besucher hat, kann das ganze Haus langsamer werden.

VPS oder V-Server — virtueller privater Server — ist das Reihenhaus. Ein großer Server wird in feste Bereiche aufgeteilt, du hast garantierte Leistung hinter eigenen Wänden. Dafür musst du dich um Teile der Technik selbst kümmern.

Root-Server ist das Einfamilienhaus: ein kompletter Computer nur für dich. Maximale Leistung, aber du bist für Wartung, Updates und Sicherheit allein verantwortlich. Wird das Dach undicht — sprich, entsteht eine Sicherheitslücke — musst du es reparieren.

Managed WordPress ist das Apartment mit Service. Im Kern ein geteiltes Hosting, das auf das Website-System WordPress zugeschnitten ist. Der Anbieter übernimmt hier zusätzlich Updates des Systems. Preislich liegt es deutlich über einfachen Paketen: spezialisierte deutsche Anbieter beginnen bei etwa 17 Euro im Monat.

Für den ganz überwiegenden Teil der Handwerksbetriebe — Maler, Tischler, Sanitär — reicht ein hochwertiges geteiltes Hosting oder ein Managed-WordPress-Paket vollständig aus. Die Pflege eines eigenen Servers erfordert Wissen, das im Handwerksalltag üblicherweise nicht vorhanden ist.

Was die Tarife im Monat kosten

Typische Monatspreise deutscher Hoster (regulärer Preis, gerundet)

Auf volle Euro gerundete typische Tarifpreise laut Anbieterseiten. Aktionspreise für Neukunden liegen darunter, Verlängerungspreise oft darüber.

Zahlen als Tabelle
PositionWert in €
Hetzner5
All-Inkl8
IONOS8
Strato8
webgo10
Mittwald15
Raidboxes30

Quelle: G-N · erhoben 25.07.2026

Alle sieben genannten Anbieter betreiben ihre Rechenzentren in Deutschland, stellen einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit und haben Backups im Angebot. Raidboxes fällt aus der Reihe, weil dort der Schwerpunkt auf betreutem WordPress liegt und E-Mail-Postfächer nicht im Grundpreis enthalten sind.

Schritt für Schritt: in den richtigen Tarif wechseln

  1. Aktuellen Tarif feststellen. Melde dich beim Anbieter an und öffne den Bereich „Verträge“, „Meine Produkte“ oder „Übersicht“. Alternativ nimmst du die letzte Rechnung. Notiere den genauen Produktnamen.
  2. Einordnen. Steht dort „vServer“, „Cloud Server“ oder „Root“, hast du einen Server, den du selbst pflegen musst. Steht dort „Webhosting“, „Hosting Paket“ oder ein Tarifname mit S, M, L, ist es geteiltes Hosting. Steht „Managed WordPress“ oder „WP“, ist es der betreute WordPress-Tarif.
  3. Prüfen, wer die Technik pflegt. Frag dich ehrlich: Hat in den letzten zwölf Monaten jemand Systemupdates auf dem Server gemacht? Wenn du die Antwort nicht kennst, ist die Antwort nein.
  4. Website-System klären. Ruf deine Seite auf und hänge /wp-admin an die Adresse. Erscheint ein Login mit dem WordPress-Logo, läuft die Seite auf WordPress. Erscheint eine Fehlerseite, ist es ein anderes System.
  5. Zieltarif auswählen. WordPress und keine eigene IT: Managed WordPress oder gutes geteiltes Hosting. Anderes System und keine eigene IT: geteiltes Hosting. Nur wenn jemand die Serverpflege verbindlich übernimmt, ist ein VPS sinnvoll.
  6. Wechsel beim Support beantragen. Schreib dem Anbieter über das Kontaktformular im Kundenmenü: aktueller Tarif, gewünschter Tarif, Bitte um Umzug der bestehenden Website und der E-Mail-Postfächer. Frag ausdrücklich nach, ob Postfächer und Inhalte mit umziehen.
  7. Nach dem Wechsel kontrollieren. Website im Browser aufrufen, Schloss-Symbol prüfen, Kontaktformular absenden und schauen, ob die Mail ankommt. Erst danach den alten Vertrag kündigen.

Die häufigsten Fehler

Woran du merkst, dass etwas nicht stimmt

Häufige Fragen

Ist geteiltes Hosting unsicher, weil andere mit drauf sind?

Die Anbieter trennen die Kundenbereiche voneinander. Das eigentliche Risiko bei geteiltem Hosting ist nicht der Nachbar, sondern veraltete Software in deiner eigenen Website. Der spürbare Nachteil ist eher die Geschwindigkeit, wenn der Server stark ausgelastet ist.

Lohnt sich der Aufpreis für Managed WordPress?

Er lohnt sich, wenn niemand im Betrieb sich um Updates kümmert und die Website geschäftlich wichtig ist. Du kaufst dabei im Wesentlichen die Übernahme der Systempflege. Wenn du ohnehin eine Betreuung beauftragt hast, die Updates macht, ist der Aufpreis weniger zwingend.

Welcher Anbieter ist der schnellste?

Das lässt sich nicht seriös beantworten. Es gibt keine herstellerunabhängigen, nachprüfbaren Geschwindigkeitsmessungen der Anbieter. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt stark davon ab, wie deine Website gebaut ist und ob Zwischenspeicherung aktiv ist.

Passend dazu

Quellen

Nicht belegbar: Geschwindigkeitsangaben wie die Antwortzeit des Servers. Dazu gibt es keine herstellerunabhängigen Primärquellen, und die Angaben auf Anbieterseiten sind Werbeaussagen ohne nachvollziehbaren Testaufbau. Ebenfalls nicht allgemein belegbar ist die Zahl der enthaltenen E-Mail-Postfächer, weil sie zwischen kleinstem und größtem Tarif stark schwankt. Die Preise im Diagramm sind gerundete typische Werte und können sich durch Aktionen jederzeit ändern.

Wenn du unsicher bist, in welchem Tarif du steckst: Schick uns deine letzte Hosting-Rechnung, wir ordnen sie ein. Den Wechsel kannst du danach selbst beantragen oder uns überlassen.