Die Antwort in zwei Sätzen

Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag, der bei einer Suche nach „Handwerker in meiner Nähe“ die Karte und die lokalen Ergebnisse füllt. Es betrifft dich, weil dieser Eintrag oft eher gefunden wird als deine Website — und weil er häufig schon existiert, ohne dass du ihn je angelegt hast.

Kurz erklärt

Früher hieß es Google My Business, heute Google-Unternehmensprofil. Es ist dein Schild über der Tür: Name, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Bilder, Bewertungen. Google zieht diese Daten heran, um bei einer Suche mit Ortsbezug die Karte und die Liste der Betriebe in der Nähe zusammenzustellen.

Zwei Begriffe solltest du kennen. Beanspruchen heißt, einen bereits vorhandenen Eintrag als Inhaber zu übernehmen. Google legt Einträge teils selbst an, aus Daten, die im Netz kursieren. Bestätigen ist der Nachweis, dass du tatsächlich zu diesem Betrieb gehörst — meist per Postkarte mit Zahlencode an die Firmenadresse oder per kurzem Video von Werkzeug, Fahrzeug und Geschäftsräumen.

Bewertungen spielen für die lokale Sichtbarkeit eine erhebliche Rolle. Nach Auswertungen zu lokalen Rankingfaktoren machen sie etwa ein Fünftel des Gewichts aus. Typische Handwerksbetriebe in Deutschland kommen auf etwa acht bis dreizehn Bewertungen, während die jeweils Bestplatzierten in umkämpften Märkten bei fünfzig bis über hundert liegen. Als Zielbereich für den Durchschnitt gelten 4,5 bis 4,8 Sterne — ein glatter Fünf-Sterne-Schnitt wirkt auf viele Leser eher unglaubwürdig.

Bewertungen: typischer Betrieb gegen Ortsbeste

Anzahl der Google-Bewertungen im Vergleich

Typwerte aus Analysen zum deutschen Handwerksmarkt. Die Zahl der Ortsbesten schwankt stark zwischen Großstadt und ländlichem Raum, die Spanne reicht von 50 bis über 100.

Zahlen als Tabelle
PositionWert in Bewertungen
Typischer Handwerksbetrieb12
Ortsbeste in umkämpften Märkten75

Quelle: G-E · erhoben 25.07.2026

Schritt für Schritt: Profil einrichten und ausfüllen

  1. Konto wählen. Melde dich mit einem Google-Konto an, das dem Betrieb gehört. Nicht das private Konto eines Mitarbeiters und nicht das der Agentur.
  2. Seite aufrufen. Geh auf google.com/business und klick auf „Jetzt verwalten“.
  3. Firmennamen eingeben. Tipp deinen Firmennamen ein. Erscheint er in der Vorschlagsliste, klick ihn an und wähle „Diesen Eintrag beanspruchen“. Erscheint er nicht, wähl „Unternehmen zu Google hinzufügen“.
  4. Kategorie festlegen. Wähl eine Hauptkategorie, die deine Haupttätigkeit trifft, zum Beispiel „Elektroinstallateur“ oder „Sanitärinstallateur“. Weitere Tätigkeiten kannst du später als Zusatzkategorien ergänzen.
  5. Adresse und Einzugsgebiet eintragen. Wenn du Kunden vor Ort besuchst statt sie zu empfangen, kannst du die Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben.
  6. Bestätigung abschließen. Folge dem angebotenen Verfahren. Bei der Postkarte trägst du den Zahlencode nach Erhalt im Profil ein, beim Video filmst du in einem Durchgang Umfeld, Werkzeug und Nachweis deiner Berechtigung.
  7. Profil vollständig ausfüllen. Firmenname ohne Werbezusätze, Telefonnummer, Website, Öffnungszeiten inklusive Feiertagen, Leistungen, kurze Beschreibung.
  8. Bilder hochladen. Logo, Außenaufnahme, Fahrzeug, Team, mehrere echte Baustellenfotos. Bilder von der eigenen Arbeit wirken deutlich glaubwürdiger als gekaufte Symbolbilder.
  9. Bewertungen beantworten. Nimm dir einmal pro Woche fünf Minuten und antworte auf jede neue Bewertung — auf gute kurz und freundlich, auf kritische sachlich und ohne Rechtfertigung.

Was bei Bewertungen erlaubt ist

Um Bewertungen zu bitten ist zulässig und sinnvoll. Zwei Dinge sind es nicht:

Der zulässige Weg ist einfach: Alle Kunden gleich behandeln, nach abgeschlossenem Auftrag freundlich um eine Bewertung bitten, den Link mitgeben und das Ergebnis stehen lassen.

Die häufigsten Fehler

Woran du merkst, dass etwas nicht stimmt

Was mehr lokale Sichtbarkeit bringt

Im Kartenfeld entscheiden drei Plätze über fast die Hälfte aller lokalen Klicks. Rechne aus, was dir fehlt.

1. Wo stehst du heute?

Deine Position im Kartenfeld

Such deinen wichtigsten Begriff plus deine Stadt auf dem Telefon und schau nach, wo du erscheinst.

2. Deine Bewertungen

Ein typischer Handwerksbetrieb hat 8 bis 13. Die Ortsbesten liegen bei 50 und mehr.

Bewertungen

Der ideale Bereich liegt bei 4,5 bis 4,8. Glatte 5,0 wirken auf viele Menschen unglaubwürdig.

Sterne
%

3. Nachfrage und Wert

Grobe Schätzung genügt. Bei einem Handwerksgewerk in einer Mittelstadt sind einige hundert realistisch.

Suchen
Aufschlüsselung des Ergebnisses
Positionvonbis
Klicks im Monat heute 4,50 4,50
Mögliche Klicks auf Platz 1 52,80 52,80
Fehlende Bewertungen 42 42
Zusätzliche Aufträge im Jahr 173,88 173,88

Von Platz außerhalb auf Platz 1 wären rechnerisch 48 zusätzliche Klicks im Monat möglich - bei deinen Zahlen 139.104 EUR Umsatzpotenzial im Jahr.

Dir fehlen rund 42 Bewertungen bis zum Niveau der Ortsbesten. Das ist der günstigste Hebel ueberhaupt: Er kostet nichts außer Fragen.

Niemals Gegenleistungen für Bewertungen anbieten und niemals nur zufriedene Kunden zur Bewertung schicken. Beides verstößt gegen Googles Richtlinien und ist nach § 5 UWG abmahnbar.

Sollen wir dein Profil ansehen?

Wir prüfen dein Google-Unternehmensprofil und sagen dir in 20 Minuten die drei Punkte, die bei dir am meisten bringen. Auch wenn du sie danach selbst umsetzt.

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Das PDF enthält deine Auswahl, den Garantiepreis und das Gültigkeitsdatum — ohne dass du Kontaktdaten hinterlassen musst.

Das Ergebnis ist eine Orientierung auf Basis öffentlich belegter Marktdaten, kein Angebot.

Woher die Zahlen kommen (9 Quellen)
  • Bewertungszahlen im Handwerk: Für den bundesweiten Durchschnitt an Google-Bewertungen bei Handwerksbetrieben und für die Schwelle "50+ Bewertungen für Top-Rankings" ließ sich am 25.07.2026 keine belastbare Primärquelle finden. Beide Werte sind Schätzungen und im Ergebnis gekennzeichnet. Belegt ist dagegen, dass 47 % der Verbraucher Betriebe mit weniger als 20 Bewertungen meiden.
  • Ein bundesweit exakter, offizieller Durchschnitt für die "Ortsbesten" in allen Handwerkssparten (z.B. Tischler vs. Elektriker), da die Zahlen je nach lokaler Konkurrenzsituation (München vs. ländlicher Raum) extrem schwanken (daher als Spanne "50-100+" anhand von SEO-Analysen abgeleitet).
  • Klickraten (CTR): Ältere Studien sprechen Platz 1 im Map-Pack teils über 30 % Klickrate zu, während 2026er Studien (bedingt durch AI-Overviews und LSA-Anzeigen) deutlich geringere Abstände zwischen Platz 1 (ca. 17,6 %) und Platz 3 (ca. 15,1 %) feststellen.
  • Badge-Namensgebung LSA: Während der Begriff „Google Garantiert“ (Google Guaranteed) in der deutschen Praxis oft noch verwendet wird, weisen Berichte aus 2026 auf eine Konsolidierung der Badges (häufiger „Von Google verifiziert“) hin, wodurch Begrifflichkeiten teils verschwimmen.
  • Der Anteil telefonischer gegenüber schriftlichen Anfragen ist branchenweit nicht sauber erhoben. Wir behaupten dazu keine Zahl.
  • Eine allgemeingültige Abschlussquote von Anfrage zu Auftrag ist nicht belegbar. Der Rechner fragt sie deshalb ab.
  • Betriebszahlen unterscheiden sich systematisch: der ZDH zählt Eintragungen in die Handwerksrolle, Destatis zählt Unternehmen. Wir nennen die Quelle immer mit.
  1. www.clean-invoice.com belegt: Stundenverrechnungssaetze Maler, Elektro, SHK, Dachdecker
  2. www.baustellenbuddys.de belegt: Wasserschadensanierung, GDV-Durchschnitt 3.000 EUR
  3. www.agentur-fuers-handwerk.de belegt: Notdienst-Zuschlaege 50-150 % auf den Stundenlohn
  4. www.zdh-statistik.de belegt: Handwerksbetriebe Deutschland 2025: 1.038.126
  5. www.it.nrw belegt: Handwerksbetriebe NRW 2024: rund 109.000
  6. www.zdh.de belegt: SHK 50.272 Betriebe, Dachdecker 15.239 Betriebe, Stand 2025
  7. www.verbraucherzentrale.de belegt: Kosten Türöffnung normal und Notdienst, Rohrreinigung
  8. www.bitkom.org belegt: 94 % der Handwerksbetriebe haben 2025 eine Website
  9. www.telewa.de belegt: Verlustrate unbeantworteter Anrufe im Handwerk 25-30 %, max. 62 %

Alle Quellen abgerufen am 25.07.2026. Preise netto.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich Beiträge im Profil veröffentlichen?

Dazu gibt es keine belastbare Antwort. Wie stark regelmäßige Beiträge die Platzierung in der Karte beeinflussen, ist nicht belegt. Belegt ist nur, dass vollständige und aktuelle Profile besser abschneiden. Ob wöchentlich oder monatlich gepostet werden muss, ist Spekulation.

Was mache ich mit einer unberechtigten schlechten Bewertung?

Antworte zuerst sachlich und knapp, ohne Streit. Wenn die Bewertung gegen die Richtlinien verstößt, etwa weil sie von einem Wettbewerber stammt oder beleidigend ist, kannst du sie über das Profil melden. Auf einen bestimmten Ausgang solltest du dich nicht verlassen.

Ersetzt das Profil meine Website?

Nein. Das Profil zeigt Grunddaten und Bewertungen, die Darstellung bestimmt Google. Deine Website ist der Ort, an dem du Leistungen erklärst, Referenzen zeigst und Anfragen entgegennimmst. Beides zusammen wirkt, eins allein selten.

Passend dazu

Quellen

Nicht belegbar: wie stark regelmäßige Beiträge im Profil die Platzierung beeinflussen, und ein bundesweit exakter Durchschnittswert für Bewertungen je Handwerkssparte. Die Zahlen schwanken zwischen Großstadt und ländlichem Raum erheblich und sind aus Analysen abgeleitet, nicht aus einer Vollerhebung. Auch die Klickverteilung innerhalb der Kartenergebnisse wird in verschiedenen Studien unterschiedlich angegeben. Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung.

Das Profil kannst du selbst einrichten, die Bestätigung dauert je nach Verfahren einige Tage. Wenn du Unterstützung beim Ausfüllen oder bei der Bilderauswahl möchtest, sind wir da.