Die Antwort in zwei Sätzen

Die Core Web Vitals sind drei Messwerte, mit denen Google beurteilt, wie angenehm sich deine Website benutzen lässt: wie schnell sie erscheint, wie schnell sie auf Eingaben reagiert und wie ruhig sie dabei bleibt. Sie betreffen dich, weil langsame Seiten messbar weniger Anfragen erzeugen — und weil du sie in drei Minuten kostenlos selbst prüfen kannst.

Kurz erklärt

Denk an einen Handwerkertermin. LCP ist die Pünktlichkeit: Wann steht der Mann auf der Matte? Technisch: Wie lange dauert es, bis der größte sichtbare Inhalt — meist das Hauptbild oder die Überschrift — geladen ist. Guter Wert: höchstens 2,5 Sekunden.

INP ist die Reaktionszeit: Wie lange starrt er ins Leere, bevor er auf eine Frage antwortet? Technisch: Wie schnell reagiert die Seite auf einen Klick oder eine Eingabe. Guter Wert: höchstens 200 Millisekunden.

CLS ist die Verlässlichkeit: Rückt er die Möbel um, während du dich hinsetzen willst? Technisch: Wie stark verschiebt sich der Inhalt während des Ladens. Guter Wert: höchstens 0,1. Das ist der Wert hinter dem Ärger, wenn man auf einen Link tippen will und im letzten Moment ein Bild nachlädt und alles verschiebt.

Was Ladezeit bewirkt

Abschlussquote nach Ladezeit — 5 Sekunden als Ausgangswert

Umgerechnet aus den Untersuchungsergebnissen von Portent: Bei 1 Sekunde Ladezeit liegt die Abschlussquote im Endkundengeschäft etwa beim 2,5-Fachen und im Geschäftskundenbereich etwa beim 3-Fachen des Werts bei 5 Sekunden.

Zahlen als Tabelle
PositionWert in %
5 Sekunden Ladezeit100
1 Sekunde, Endkunden250
1 Sekunde, Geschäftskunden300

Quelle: G-G · erhoben 25.07.2026

Zwei weitere belegte Zahlen aus derselben Richtung: Im Bereich zwischen null und fünf Sekunden sinkt die Abschlussquote pro zusätzlicher Sekunde um etwa 4,4 Prozent. Und eine Verzögerung von zwei Sekunden kann die Absprungrate um bis zu 103 Prozent erhöhen, also etwa verdoppeln.

Schritt für Schritt: selbst messen

  1. Werkzeug aufrufen. Geh im Browser auf pagespeed.web.dev. Das Werkzeug ist kostenlos und braucht keine Anmeldung.
  2. Adresse eingeben. Tipp die vollständige Adresse deiner Website ein und klick auf „Analysieren“.
  3. Warten. Die Auswertung dauert etwa dreißig Sekunden.
  4. Auf Mobil umschalten. Oben kannst du zwischen „Mobil“ und „Desktop“ wechseln. Schau zuerst auf „Mobil“ — dort sind die meisten deiner Besucher.
  5. Echte Nutzerdaten lesen. Ganz oben steht ein Bereich mit den Erfahrungen echter Besucher. Dort steht entweder „Bestanden“ oder „Nicht bestanden“, dazu die drei Werte. Das ist der Abschnitt, der zählt. Fehlt er, hat deine Seite zu wenige Besucher für diese Auswertung — dann nimmst du die Laborwerte darunter als Anhaltspunkt.
  6. Diagnose ansehen. Scroll nach unten zum Bereich mit den Empfehlungen. Dort steht konkret, welche Bilder zu groß sind und was die Seite bremst.
  7. Liste weitergeben. Diese Liste kannst du unverändert an denjenigen weitergeben, der deine Website betreut. Sie ist präzise genug, um daraus Arbeitsschritte zu machen.
  8. Selbst anfangen. Den größten Einzelposten kannst du oft selbst beheben: zu große Bilder verkleinern und komprimieren.

Die häufigsten Fehler

Woran du merkst, dass etwas nicht stimmt

Die Werte dauerhaft im Blick behalten

Eine einzelne Messung ist eine Momentaufnahme. Wenn du wissen willst, wie sich die Seite über die Zeit verhält, nutz den Bericht in der Google Search Console. Klick dort links auf „Core Web Vitals“ und wähle „Mobil“. Der Bericht fasst alle Seiten deiner Website zu Gruppen zusammen und zeigt, wie viele davon als gut, verbesserungswürdig oder schlecht eingestuft sind.

Zwei Hinweise dazu. Erstens: Der Bericht beruht auf Daten echter Besucher und braucht deshalb eine gewisse Zahl an Aufrufen. Bei kleinen Websites bleibt er häufig leer — das ist kein Fehler. Zweitens: Nach einer Verbesserung dauert es Wochen, bis sich das im Bericht zeigt, weil er einen zurückliegenden Zeitraum auswertet. Wer am Tag nach der Optimierung nachschaut, sieht noch die alten Zahlen.

Was langsame Ladezeit kostet

Jede Sekunde Ladezeit kostet Besucher, und jeder verlorene Besucher kostet Geld. Rechne aus, wie viel.

1. Wie schnell ist deine Seite heute?

Ladezeit auf dem Telefon

Kostenlos messen bei PageSpeed Insights von Google. Wenn du es nicht weißt: 4 Sekunden ist bei WordPress-Seiten ohne Optimierung der Regelfall.

2. Deine Zahlen

Besucher

Bei Dienstleistern liegt das üblicherweise im niedrigen einstelligen Bereich.

%
%
Aufschlüsselung des Ergebnisses
Positionvonbis
Sekunden über dem Zielwert 2,50 2,50
Anfragen pro Jahr heute 192 192
Umsatz über die Website/Jahr 46.080,00 46.080,00
Verlustanteil in Prozent 7,30 17,30

Gerechnet mit 2,50 Sekunden über dem Zielwert von 1,50 Sekunden. Die Prozentwerte stammen aus belegten Studien, wir rechnen bewusst am unteren Rand.

Das ist eine Schätzung, keine Messung deines Umsatzes. Ob der Verlust wirklich eintritt, hängt auch daran, wie dringend deine Besucher sind.

Sollen wir deine Seite kostenlos messen?

Schick uns die Adresse. Du bekommst die Messwerte und eine ehrliche Einschätzung, ob sich eine Optimierung bei dir überhaupt lohnt.

Termin aussuchen Direkt anrufen Als PDF speichern

Das PDF enthält deine Auswahl, den Garantiepreis und das Gültigkeitsdatum — ohne dass du Kontaktdaten hinterlassen musst.

Das Ergebnis ist eine Orientierung auf Basis öffentlich belegter Marktdaten, kein Angebot.

Woher die Zahlen kommen (4 Quellen)
  • Der Wert von 4,42 Prozent Conversion-Verlust je Sekunde stammt aus der Portent-Studie 2022: über 100 Millionen Seitenaufrufe aus 5,6 Millionen Sitzungen, aber von genau 20 überwiegend US-amerikanischen Websites (14 B2B, 6 Onlinehandel).
  • Für deutsche Dienstleister und Handwerksbetriebe existiert KEINE vergleichbare Primärerhebung. Die Übertragung ist ein Branchenrichtwert, keine belegte Aussage über diese Zielgruppe. Das wird im Rechner ausdrücklich gesagt.
  • Pauschale Umsatzformeln (z.B. 1 Sekunde = exakt X Euro Umsatzverlust): Solche pauschalen absoluten Aussagen sind ohne den spezifischen Kontext eines Shops (Branche, durchschnittlicher Bestellwert, Traffic-Volumen) unseriös und durch die zitierten Originalstudien nicht als fester monetärer Wert belegt, sondern immer nur relativ (in %).
  • Ladezeit als alleiniger Ranking-Faktor: Eine schnelle Ladezeit führt nicht automatisch zu Top-Rankings bei Google, wenn der Content schlecht ist. Die Core Web Vitals sind nur ein Rankingfaktor von vielen.
  1. www.portent.com belegt: B2B/B2C Conversion-Rate Unterschiede (2,5x, 3x, 5x)
  2. www.akamai.com belegt: 100ms Ladezeit = 7% Conversion-Rückgang, 2s = 103% Bounce-Rate Anstieg
  3. web.dev belegt: Core Web Vitals Grenzwerte (LCP, INP, CLS)
  4. www.bundesnetzagentur.de belegt: Deutsche Mobilfunkgeschwindigkeiten 2026 (5G, 4G Durchschnitt)

Alle Quellen abgerufen am 25.07.2026. Preise netto.

Häufige Fragen

Bringt mich eine perfekte Punktzahl auf Platz eins?

Nein. Das ist ein verbreiteter Irrtum. Google hat mehrfach klargestellt, dass Inhalt und Relevanz wichtiger sind als reine Technik. Niemand kann seriös vorhersagen, um wie viele Plätze du steigst, wenn du die Ladezeit um eine halbe Sekunde verbesserst.

Warum sind Handy-Werte schlechter als die am Bildschirm?

Weil die Messung mobile Bedingungen annimmt: schwächeres Gerät, langsamere Verbindung. In Deutschland liegt die durchschnittliche mobile Datenrate netzübergreifend bei rund 107 Megabit pro Sekunde, in älteren Netzen deutlich darunter. Der Mobilwert ist deshalb der realistischere.

Was verbessere ich zuerst?

In aller Regel die Bilder. Sie sind bei Handwerker-Websites fast immer der größte Posten und lassen sich ohne technische Kenntnisse verkleinern. Danach folgen unnötige Erweiterungen und erst zuletzt das Hosting.

Passend dazu

Quellen

Nicht belegbar: dass eine perfekte Punktzahl zu einer besseren Platzierung führt, und pauschale Umsatzformeln nach dem Muster „eine Sekunde entspricht x Euro“. Die zitierten Untersuchungen weisen ausschließlich relative Veränderungen aus, keine absoluten Beträge. Die Werte im Diagramm sind aus diesen relativen Angaben umgerechnet und auf einen Ausgangswert von 100 bezogen.

Die Messung kostet dich drei Minuten und liefert eine konkrete Liste. Wenn du die Liste abarbeiten lassen willst, machen wir das — anfangen kannst du aber selbst, bei den Bildern.