Die Antwort in zwei Sätzen
Ein Backup ist eine vollständige Kopie deiner Website — Dateien und Datenbank —, die an einem anderen Ort liegt als die Website selbst. Es betrifft dich, weil ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, im Ernstfall genauso wertlos sein kann wie gar keines.
Kurz erklärt
Denk an eine Fotokopie der kompletten Buchhaltung, die in einem feuersicheren Schrank in einem anderen Gebäude liegt. Genau das ist ein Backup: eine Kopie, die auch dann noch existiert, wenn das Original nicht mehr da ist.
Was gesichert werden muss: immer beides. Die Dateien — Bilder, Layout, Programmteile — und die Datenbank. Die Datenbank ist das Gedächtnis der Website: Dort stehen die Texte, die Seitenstruktur, die Einstellungen und die Benutzerkonten. Fehlt eines von beiden, lässt sich die Seite nicht wiederherstellen.
Wie oft: so oft, wie sich etwas ändert. Für eine Website, die im Wesentlichen eine Visitenkarte ist, reicht monatlich. Wer wöchentlich Beiträge oder Referenzen einstellt, sichert wöchentlich. Ein Shop mit Bestellungen braucht tägliche Sicherungen.
Wohin: an einen anderen Ort als den Webserver. Ein Backup, das auf demselben Server liegt wie die Website, hilft nicht, wenn der Server ausfällt oder der Zugang übernommen wird. Üblich sind ein Cloud-Speicher oder ein Rechner im Büro. Als Faustregel gilt die 3-2-1-Regel: drei Kopien, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon außer Haus.
Schritt für Schritt: ein Backup mit UpdraftPlus zurückspielen
- Anmelden. Ruf deine Website auf und hänge /wp-admin an die Adresse. Melde dich mit Benutzername und Passwort an.
- Zum Plugin gehen. Klick im linken Menü auf „Einstellungen“ und dann auf „UpdraftPlus Backups“.
- Sicherungen anzeigen. Scroll nach unten zum Bereich „Vorhandene Sicherungen“. Dort steht eine Liste mit Datum und Uhrzeit.
- Datum auswählen. Nimm die letzte Sicherung vor dem Zeitpunkt, an dem der Fehler auftrat — nicht die allerneueste, denn die enthält den Fehler bereits.
- Wiederherstellen anklicken. Klick in der Zeile rechts auf „Wiederherstellen“.
- Alles auswählen. Es öffnet sich ein Fenster mit Kästchen: Plugins, Themes, Uploads, Andere, Datenbank. Setz überall einen Haken.
- Bestätigen und warten. Klick auf „Weiter“ und folge den Anweisungen. Je nach Größe dauert das einige Minuten. Schließ das Fenster in dieser Zeit nicht.
- Kontrollieren. Ruf danach die Startseite, eine Unterseite und das Kontaktformular auf. Prüfe, ob Bilder angezeigt werden und ob die Formularmail ankommt.
- Probe wiederholen. Plane einmal im Jahr eine bewusste Wiederherstellungsprobe ein. Nur so weißt du, dass deine Sicherungen brauchbar sind.
Die häufigsten Fehler
- Nie geprobt. Das Backup wird automatisch erstellt, aber niemand hat je versucht, es zurückzuspielen. Sicherungen können über lange Zeit unbemerkt unbrauchbar sein.
- Nur die Dateien gesichert. Gesichert wird das Aussehen, aber die Datenbank fehlt. Damit sind alle Texte und Einstellungen verloren.
- Backup auf demselben Server. Die Kopie liegt im selben Verzeichnis wie die Website. Fällt der Server aus, ist beides weg.
- Angenommen, der Hoster erledigt das. Bei vielen Anbietern ist eine Sicherung enthalten, bei manchen kostet sie extra oder umfasst nur wenige Tage. Prüfe, was in deinem Tarif steht.
- Sicherung ohne Aufbewahrungsfrist. Wenn nur die letzten zwei Tage vorgehalten werden, fällt ein Problem, das erst nach einer Woche auffällt, aus dem Fenster.
Woran du merkst, dass etwas nicht stimmt
- Im Backup-Plugin steht seit Wochen dieselbe letzte Sicherung — der geplante Lauf schlägt offenbar fehl.
- Die Sicherungsdatei ist auffällig klein, etwa wenige Megabyte, obwohl die Website viele Fotos enthält.
- Es gibt Dateien mit Endung .zip auf dem Server, aber keine Datei mit Endung .sql oder Hinweis auf die Datenbank.
- Du findest im Kundenmenü des Hosters keinen Punkt „Wiederherstellung“ und weißt nicht, wer die Sicherung startet.
- Niemand im Betrieb kann sagen, wo die Sicherungen liegen.
Die Sicherungs-Checkliste für deinen Betrieb
Diese sechs Punkte kannst du in einer halben Stunde durchgehen. Notiere die Antworten schriftlich und leg sie zu den Hosting-Unterlagen. Im Ernstfall sucht sonst niemand danach.
- Wer sichert? Der Hoster, ein Plugin oder beides. Wenn niemand die Frage beantworten kann, gibt es keine Sicherung.
- Was wird gesichert? Dateien und Datenbank müssen beide genannt sein. „Website“ allein ist keine ausreichende Angabe.
- Wie oft? Notiere den tatsächlichen Rhythmus, nicht den gewünschten. Der letzte erfolgreiche Lauf steht im Plugin oder im Kundenmenü.
- Wie weit zurück? Zwei Tage sind wenig, wenn ein Problem erst nach einer Woche auffällt.
- Wo liegt die Kopie? Ein zweiter Ort ist Pflicht — Cloud-Speicher oder ein Rechner im Büro.
- Wer kann zurückspielen? Namen und Telefonnummer notieren. Der Zeitpunkt, das herauszufinden, ist nicht der Tag des Ausfalls.
Der Punkt, der in der Praxis am häufigsten fehlt, ist der zweite Ort. Viele Sicherungen liegen im selben Verzeichnis wie die Website und sind damit im schlechtesten Fall zusammen mit ihr verloren.
Was laufende Betreuung inklusive Sicherungen kostet
Eine Website ist kein Möbelstück. Ohne Updates wird sie nach etwa einem Jahr angreifbar — hier steht, was das kostet und was ihr dafür bekommt.
| Position | von | bis |
|---|---|---|
| Betreuung im Jahr | 468 | 588 |
| Hosting | 0 | 0 |
| Tägliche Sicherung | 120 | 120 |
| Pro Monat gerechnet | 49 | 59 |
Im ersten Jahr sind Hosting, Domain und tägliche Sicherung enthalten. Ab dem zweiten Jahr werden sie berechnet.
Bei Projekten unter 5.000 EUR kostet die tägliche Sicherung 120 EUR im Jahr - auch im ersten Jahr.
Betreuung ist freiwillig und monatlich kündbar. Wer nichts bucht, zahlt nichts - die Website läuft weiter.
Unsicher, welche Stufe passt?
Faustregel: Bringt die Website Aufträge, nimm mindestens Aktiv. Ist sie eine digitale Visitenkarte, reicht Basis. Wir sagen es dir auch am Telefon.
Termin aussuchen Direkt anrufen Als PDF speichern
Das PDF enthält deine Auswahl, den Garantiepreis und das Gültigkeitsdatum — ohne dass du Kontaktdaten hinterlassen musst.
Das Ergebnis ist eine Orientierung auf Basis öffentlich belegter Marktdaten, kein Angebot.
Woher die Zahlen kommen (7 Quellen)
- Echte Geschwindigkeitsmessungen (TTFB o.ä.): Keine allgemeingültigen, herstellerunabhängigen Primärquellen der Anbieter auffindbar. Geschwindigkeitsaussagen auf Anbieterseiten sind reine Werbeversprechen ohne transparente, reproduzierbare Test-Setups. Reale TTFB ist stark abhängig von CMS, Caching und Theme.
- Genaue Anzahl der inkludierten E-Mail-Postfächer: Bei den meisten Anbietern variiert dies extrem zwischen den kleinsten (teils 10-50) und größten (unbegrenzt) Tarifen.
- Preise (Aktionen vs. Regulär): IONOS und Strato bewerben massiv "ab 1 €" Preise, die jedoch nach wenigen Monaten oder einem Jahr deutlich steigen (z.B. auf 10 € oder mehr). Die typischen/maximalen Preise sind daher reguläre Verlängerungspreise.
- PHP-Kosten: Webgo wirbt mit günstigen Einstiegspreisen, aber der "Extended Support" für ältere PHP-Versionen verursacht Zusatzkosten, was bei anderen Hosts teilweise flexibler gehandhabt wird.
- www.ionos.de belegt: Serverstandort, PHP-Support, Preise ab 1 €
- www.strato.de belegt: Serverstandort DE, PHP-Support, Tarife
- all-inkl.com belegt: Preise 4,95-9,95€, Standort Dresden
- www.hetzner.com belegt: Serverstandort (Nürnberg/Falkenstein), Pakete S/M/L/XL
- raidboxes.io belegt: Managed WP, Standort DE, PHP 7.2-8.4, Preise ab 17€
- www.mittwald.de belegt: Standort Espelkamp, PHP-Hosting
- www.webgo.de belegt: Standort Hamburg, Extended PHP-Support Kosten
Alle Quellen abgerufen am 25.07.2026. Preise netto.
Häufige Fragen
Reicht die Sicherung meines Hosters?
Oft ja, aber nur, wenn drei Dinge stimmen: Sie umfasst Dateien und Datenbank, sie reicht weit genug zurück, und du kannst sie selbst zurückspielen oder bekommst sie kurzfristig eingespielt. Frag den Support schriftlich nach diesen drei Punkten und bewahre die Antwort auf.
Wie lange soll ich Sicherungen aufbewahren?
Eine gängige Praxis sind mehrere Wochen: die letzten sieben Tage täglich, dazu vier bis acht wöchentliche Stände. Der Grund ist, dass Probleme oft erst spät auffallen. Eine allgemein gültige Vorschrift dafür gibt es nicht.
Kann ich ein Backup selbst zurückspielen?
Mit einem Backup-Plugin ist das über die Oberfläche möglich, wie oben beschrieben. Wenn die Website gar nicht mehr aufrufbar ist, geht es nicht mehr über den Browser — dann brauchst du den Hoster oder jemanden mit Serverzugang. Genau deshalb ist die jährliche Probe sinnvoll.
Passend dazu
- Theme oder Plugin: warum zu viele Plugins schaden
- Server und Hosting: was du eigentlich mietest
- Betreuung und Sicherheit im laufenden Betrieb
- Alle Wissensartikel im Überblick
Quellen
- https://www.bsi.bund.de/ — Empfehlungen zur Datensicherung | abgerufen 25.07.2026 | belegt: 3-2-1-Regel, Auslagerung von Sicherungen an einen getrennten Ort
- https://wordpress.org/documentation/article/wordpress-backups/ | abgerufen 25.07.2026 | belegt: Notwendigkeit, Dateien und Datenbank gemeinsam zu sichern
- https://updraftplus.com/documentation/ | abgerufen 25.07.2026 | belegt: Ablauf der Wiederherstellung über die Oberfläche des Plugins
Nicht belegbar: wie häufig Sicherungen in der Praxis defekt sind. Dazu gibt es keine belastbare Statistik; die Empfehlung zur regelmäßigen Wiederherstellungsprobe beruht auf allgemeinen Sicherheitsempfehlungen. Auch die genannten Aufbewahrungszeiträume sind übliche Praxis, keine Vorgabe.
Wenn du nur eine Sache aus diesem Text mitnimmst: Probier einmal aus, ob du deine Sicherung tatsächlich zurückspielen kannst. Wir richten Sicherungen auch ein und übernehmen die jährliche Probe, nötig ist dafür aber niemand von außen.