Die Antwort in drei Sätzen

Portale sind der schnellste Weg zu Anfragen, wenn du noch keine Sichtbarkeit hast — dafür zahlst du bei MyHammer 5 bis 90 € und bei Check24 Profis 50 bis 120 € pro Kontakt, unabhängig davon, ob du den Auftrag bekommst. Wenn du dauerhaft viele Anfragen brauchst, ist ein Abo-Modell wie Blauarbeit mit 79 bis 149 € im Monat rechnerisch günstiger als der Einzelkauf von Leads. Die eigene Website kostet einmalig 1.500 bis 6.000 € und danach 15 bis 150 € im Monat, braucht aber Monate bis zur Wirkung — sie ersetzt Portale nicht sofort, sondern nach und nach.

Die Modelle im direkten Vergleich

Alle Beträge netto, Stand Juli 2026.

AnbieterGrundgebühr pro MonatPreis pro AnfrageModell
MyHammer0 €, optionale Sparpakete bis 60 €5 – 35 – 90 €Zahlung je bestätigtem Kontakt
Check24 Profis0 €50 – 85 – 120 €Zahlung je Kontakt, höherer Satz
Blauarbeit79 – 99 – 149 €0 €Abo, Anfragen ohne Stückgebühr
1188030 – 45 – 60 € (Premium-Eintrag)wird je Anfrage individuell ausgewiesen, keine belastbare Preisliste auffindbarMischform aus Eintrag und Lead-Verkauf
Eigene Website15 – 49 – 150 € Betreuungkeine Stückgebühreinmalig 1.500–3.500 € (5 Seiten) oder 3.000–6.000 € (10–15 Seiten)

Ein Punkt fehlt in jeder Portalwerbung: Dieselbe Anfrage geht an mehrere Betriebe. Nach Branchenerfahrung sind es meist drei bis fünf, eine offizielle Obergrenze veröffentlicht kein Portal. Belastbare Abschlussquoten gibt es ebenfalls nicht — kein Anbieter legt offen, wie viele gekaufte Kontakte tatsächlich zum Auftrag führen. Sicher ist nur die Richtung: Eine Anfrage, die vier Wettbewerber gleichzeitig bekommen, schließt du seltener ab als eine, die nur bei dir landet. Und wo mehrere gleichzeitig anbieten, entscheidet meistens der Preis.

Für wen ist was richtig

Neu gegründet, Auftragsbuch leer

Nimm ein Portal. Ehrlich gegen uns gesagt: In den ersten Monaten bringt dir eine neue Website nichts, weil sie noch nicht gefunden wird. Belegt sind 3 bis 24 Monate bis zur Wirkung von Suchmaschinenarbeit, im Mittel rund neun. Ein Portal liefert die Anfrage morgen. Rechne die Lead-Kosten als Kundengewinnungskosten und kalkuliere sie in deine Preise ein.

Viele kleine Aufträge, hohe Anfragezahl

Ein Abo-Modell schlägt den Einzelkauf. Bei zehn gekauften Anfragen im Monat zahlst du bei MyHammer typisch 350 €, bei Check24 Profis 850 €. Blauarbeit kostet in derselben Zeit 79 bis 149 €, ohne Stückgebühr. Der Vorteil kippt, sobald du nur zwei oder drei Anfragen im Monat annimmst — dann ist die Grundgebühr teurer als der Einzelkauf.

Wenige, große Aufträge

Eigene Website plus lokale Sichtbarkeit. Bei Auftragswerten im vierstelligen Bereich fällt ein Lead-Preis von 85 € kaum ins Gewicht — der Verlust liegt woanders: Du verhandelst gegen mehrere Wettbewerber, die dieselbe Anfrage haben. Eine exklusive Anfrage über die eigene Seite verhandelt sich anders.

Lokal tätig, Umkreis unter 50 Kilometer

Hier zählt zuerst das Kartenfeld bei Google. Die drei Plätze dort teilen sich einen großen Teil der lokalen Klicks: Platz 1 liegt bei rund 17,6 Prozent, Platz 2 bei 15,4, Platz 3 bei 15,1. Bewertungen machen etwa 20 Prozent des lokalen Ranking-Gewichts aus. Ein typischer deutscher Handwerksbetrieb hat 8 bis 13 Bewertungen, die Bestplatzierten in umkämpften Orten 50 bis über 100 bei einem Schnitt von 4,5 bis 4,8 Sternen. Wenn du 500 € übrig hast, wirken sie hier stärker als in einem neuen Layout.

Was drei Jahre wirklich kosten

Rechenbeispiel mit zehn gekauften Anfragen pro Monat über 36 Monate, jeweils mit dem typischen Preis. Wie viele davon zum Auftrag werden, steht bewusst nicht in der Tabelle — dafür gibt es keine belastbaren Zahlen. Genau diese Quote gibst du unten im Rechner selbst ein.

WegEinmaligLaufend 36 MonateSumme 3 Jahre
MyHammer, 10 Anfragen zu 35 €0 €12.600 €12.600 € (Spanne 1.800 – 32.400 €)
Check24 Profis, 10 Anfragen zu 85 €0 €30.600 €30.600 € (Spanne 18.000 – 43.200 €)
Blauarbeit, Abo 99 €0 €3.564 €3.564 € (Spanne 2.844 – 5.364 €)
11880 Premium-Eintrag 45 €0 €1.620 €ab 1.620 € plus nicht bezifferbare Anfragegebühren
Eigene Website, 5 Seiten (2.500 €) mit Betreuung 49 €2.500 €1.764 €4.264 €
Eigene Website plus lokales Sichtbarkeits-Setup (1.200 €)3.700 €1.764 €5.464 €

Die Zeile darunter fehlt in jedem Vergleich: Wenn du dauerhaft betreute Suchmaschinenarbeit dazubuchst, kostet ein lokaler Retainer 500 bis 1.500 € im Monat, also 18.000 bis 54.000 € über drei Jahre. Damit liegt der Weg über die eigene Seite plötzlich in derselben Größenordnung wie Check24. Ob sich das lohnt, hängt allein daran, wie viele Anfragen dabei herauskommen — und das kann dir niemand vorher garantieren.

Und deine eigene Arbeitszeit

Portale kosten Zeit, die niemand abrechnet: Anfragen sichten, schnell reagieren, Angebote schreiben, die zu vier anderen in Konkurrenz stehen. Belastbare Stundenwerte dazu veröffentlicht kein Anbieter, deshalb steht hier keine Zahl. Rechne es selbst: Nimm die Minuten pro Anfrage, multipliziere sie mit der Anzahl der gekauften Kontakte und mit dem Satz, zu dem du deine eigene Stunde verkaufst. Bei zehn Anfragen im Monat kommt schnell ein halber Arbeitstag zusammen, der in keiner Portalrechnung auftaucht.

Die drei Punkte, die alle verschweigen

1. „Kostenlose Registrierung“ heißt nicht kostenlose Nutzung

MyHammer wirbt für Betriebe mit kostenloser Anmeldung. Bezahlt wird trotzdem, nämlich bei jedem bestätigten Kontakt, und zwar 5 bis 90 € je nach Gewerk und Auftragsgröße. Bei 11880 gibt es einen kostenlosen Angebotsservice, gleichzeitig berichten Nutzer über Kaltakquise mit dem Ziel kostenpflichtiger Jahresverträge im Bereich von 360 bis 720 €. Lies immer, wofür genau abgerechnet wird.

2. Der beworbene Lead-Preis ist nicht dein Preis pro Auftrag

Du zahlst pro Anfrage, verdienst aber nur an den gewonnenen. Wenn du jede vierte Anfrage gewinnst, kostet dich ein Auftrag das Vierfache des Lead-Preises. Aus 85 € werden 340 €. Diese Rechnung steht in keiner Portalwerbung, weil sie unbequem ist — und weil kein Anbieter belastbare Abschlussquoten veröffentlicht. Deine eigene Quote kennst du besser als jede Statistik, deshalb trägst du sie unten selbst ein.

3. Der Kunde gehört dem Portal, nicht dir

Bewertungen, Profil und Kundenhistorie bauen sich auf der Plattform auf. Wechselst du oder kündigst du, bleibt beides dort. Und der entscheidende Unterschied über die Jahre: Die Kosten pro Anfrage sind im 36. Monat dieselben wie im ersten. Bei einer eigenen Seite verteilen sich die Kosten auf immer mehr Anfragen, je sichtbarer sie wird. Deshalb ist die richtige Frage nicht Portal oder Website, sondern: ab wann beides zusammen weniger kostet als das Portal allein.

Rechne deinen eigenen Fall durch

Trag dein Portal, deine Anfragezahl und deine eigene Abschlussquote ein. Das Ergebnis erscheint sofort, ohne E-Mail und ohne Rückruf.

1. Welches Portal?

Portal

2. Deine Zahlen

Anfragen

Laut Recherche bewerben sich drei bis fünf Betriebe auf dieselbe Anfrage. Rechnerisch bleiben 20 bis 33 Prozent.

%

Wenn du es nicht weißt: Der Anruf-Rechner hilft dir bei der Einschätzung.

Anfragen

3. Die eigene Website als Vergleich

Einmalige Erstellung auf drei Jahre verteilt, plus laufende Kosten. Startwert entspricht 3.200 € Erstellung und 49 € im Monat.

€ / Jahr
Aufschlüsselung des Ergebnisses
Positionvonbis
Gewonnene Aufträge pro Monat 2,50 2,50
Portalkosten pro Jahr 2.940 5.460
Eigene Website: Kosten je Auftrag 137,92 137,92
Umsatz aus Portalaufträgen im Jahr 24.000 24.000

Die eigene Website kostet dich rechnerisch 138 EUR je Auftrag statt 140 EUR über das Portal.

Gerechnet mit den veröffentlichten Preismodellen der Portale und deinen eigenen Zahlen. Die Zuschlagsquote ist eine Schätzung - eine belastbare Branchenzahl dafür gibt es nicht.

Das Ergebnis ist eine Orientierung auf Basis öffentlich belegter Marktdaten, kein Angebot.

Alle Felder und Quellen: Portal oder Website-Rechner

Häufige Fragen

Sind Portale grundsätzlich schlecht?

Nein. Ohne eigene Sichtbarkeit sind sie oft der einzige Weg zu Anfragen, und sie liefern sofort. Das Problem ist die Dauerlösung. Die Kosten pro Anfrage bleiben über Jahre gleich, während eine eigene Seite mit der Zeit günstiger pro Anfrage wird. Sinnvoll ist meist beides parallel, mit sinkendem Portalanteil.

Was kostet ein Auftrag über ein Portal wirklich?

Lead-Preis geteilt durch deine Abschlussquote. Bei MyHammer typisch 35 €, bei Check24 Profis typisch 85 € pro Anfrage — je nachdem, wie oft du den Zuschlag bekommst, vervielfacht sich das. Bei Abo-Modellen rechnest du anders: Grundgebühr geteilt durch die Zahl der gewonnenen Aufträge im Monat. Deshalb rechnet das Werkzeug oben beide Modelle getrennt.

Wie lange dauert es, bis die eigene Website Anfragen bringt?

Belegt sind 3 bis 24 Monate, im Mittel rund neun. Bei einer neuen Domain in einem umkämpften Markt eher am oberen Ende. Wer dir sichtbare Ergebnisse in vier bis sechs Wochen verspricht, verkauft entweder Anzeigen oder nichts. Plane die Portalkosten deshalb für die Übergangszeit fest ein, statt sie sofort zu streichen.

Wie komme ich an Bewertungen, ohne mich angreifbar zu machen?

Frag nach dem abgeschlossenen Auftrag, bei allen Kunden gleich und ohne Gegenleistung. Was nicht geht: Gewinnspiele oder Rabatte für Bewertungen und das Vorsortieren, bei dem nur zufriedene Kunden den Bewertungslink bekommen. Beides verstößt gegen die Google-Richtlinien und ist nach § 5 UWG als Irreführung abmahnbar. Ziel ist ein Schnitt zwischen 4,5 und 4,8 Sternen — eine glatte 5,0 aus wenigen Bewertungen wirkt weniger glaubwürdig.

Quellen

Nicht belegbar und deshalb ohne Zahl: die Abschlussquoten bei Portal- und Website-Anfragen, die Lead-Gebühren von 11880, eine offizielle Obergrenze dafür, an wie viele Betriebe eine Anfrage verkauft wird, die genauen Vertragslaufzeiten der Sparpakete sowie der Zeitaufwand pro bearbeiteter Anfrage. Klickpreise für einzelne Handwerksgewerke liegen ebenfalls nicht vor — belegt sind nur die beiden oben genannten Suchbegriffe.