Kurz gesagt

Google stuft Seiten, die vor allem zur Manipulation des Rankings existieren, ausdrücklich als Spam ein. Mehrere nahezu identische Seiten, bei denen nur der Ortsname ausgetauscht ist, fallen genau darunter. Zehn Ortsseiten mit echtem eigenem Inhalt sind deshalb sinnvoller als vierzig Textvorlagen — und sie sind auch billiger, denn professioneller Text kostet 100 bis 800 € pro Seite.

Was Google als Doorway wertet

In den Spam-Richtlinien für die Google-Suche steht der Begriff Doorway. Gemeint sind Seiten, die primär dafür angelegt wurden, für bestimmte Suchanfragen zu ranken, und die den Nutzer anschließend auf einen anderen, eigentlich relevanten Bereich weiterschicken oder ihm keinen eigenen Mehrwert bieten. Ausdrücklich genannt wird das Muster, mehrere fast gleiche Seiten zu erzeugen, bei denen sich nur die Ortsangabe unterscheidet.

Das ist keine Grauzone und keine Frage der Auslegung. Es ist der Standardfall dessen, was viele Agenturen als „Regional-SEO-Paket“ mit 30, 50 oder 80 Ortsseiten verkaufen. Legitime lokale Landingpages sind dagegen möglich — sie müssen aber einen eigenständigen Nutzen bieten, sonst drohen Abwertungen.

Wichtig für die Einordnung: Eine Abwertung heißt in der Praxis selten, dass die ganze Website verschwindet. Meistens ranken diese Seiten einfach nicht, und der Aufwand war umsonst. Genau das ist der Schaden, um den es hier geht — nicht die Angst vor einer Strafe, sondern die Gewissheit, dass Geld ohne Gegenwert ausgegeben wurde.

Die Rechnung, die selten aufgemacht wird

Redaktioneller Text kostet 100 bis 800 € pro Seite, im Mittel rund 250 €. Bei Webagenturen liegen die Textpreise pro Seite bei 50 bis 400 €. Rechne beides gegen:

VarianteTextkosten günstigTextkosten typischWas du bekommst
40 Ortsseiten aus einer Vorlage2.000 €10.000 €40 Seiten, die sich in einem Wort unterscheiden
10 Ortsseiten mit eigenem Inhalt500 €2.500 €10 Seiten mit Referenzen, Fotos, Anfahrtszeiten

Die zehn Seiten kosten ein Viertel und haben eine Chance zu ranken. Die vierzig kosten das Vierfache und tragen das Risiko, als Doorway eingeordnet zu werden. Dazu kommt ein Punkt, der in keiner Rechnung steht: Vierzig Seiten musst du pflegen. Wenn du in zwei Jahren deine Leistungen änderst, änderst du sie vierzig Mal.

Was eine Ortsseite enthalten muss, damit sie trägt

Der Maßstab ist einfach: Die Seite muss etwas enthalten, das für diesen Ort und keinen anderen gilt. Alles Folgende kannst du selbst zusammentragen, ohne einen Texter zu beauftragen.

Der Test dazu dauert zehn Sekunden: Streich den Ortsnamen aus dem Text. Wenn die Seite danach noch überall passen würde, ist es keine Ortsseite, sondern eine Vorlage.

So wählst du die zehn Orte aus

Was oft mehr bringt als jede zusätzliche Ortsseite

Für lokale Suchen entscheidet zuerst das Kartenfeld. Die drei Plätze dort teilen sich rund 48 Prozent der lokalen Klicks. Bewertungen machen rund 20 Prozent des lokalen Ranking-Gewichts aus, und dort ist der Abstand meist am größten: typische Handwerksbetriebe haben 8 bis 13 Bewertungen, die Bestplatzierten 50 bis über 100. Wer 2.500 € für Ortsseiten ausgibt, ohne diesen Abstand geschlossen zu haben, optimiert an der falschen Stelle.

Hinzu kommt eine Verschiebung, die noch jung ist: Durch KI-Antworten oberhalb der Trefferliste liegt die Klickrate für Position 1 heute bei 8 bis 18 Prozent statt bei 25 bis 35. Der Wert einer einzelnen zusätzlich rankenden Textseite ist damit geringer geworden, der Wert eines gut gepflegten Kartenfeldeintrags nicht.

Was mit den Orten passiert, für die du keine Seite baust

Die häufigste Sorge lautet: Ohne Seite bin ich in diesem Ort unsichtbar. Das stimmt so nicht. Für lokale Suchen ist die Entfernung zwischen Suchendem und Betrieb einer der Faktoren, die Google auswertet, und die beeinflusst keine Textseite. Ein Betrieb mit einem gut gepflegten Kartenfeldeintrag und achtzig Bewertungen taucht in Nachbarorten auf, auch ohne dortige Unterseite. Umgekehrt bringt eine Ortsseite für einen Ort, in dem du keine Präsenz hast, in der Regel nichts.

Was du für die übrigen Orte trotzdem tun kannst, kostet nichts: Nenn dein Einsatzgebiet auf der Startseite und auf jeder Leistungsseite ausdrücklich beim Namen. Eine Liste der Orte, in die du fährst, ist keine Doorway-Seite — sie ist eine Information, die auf eine bestehende Seite gehört.

Die unterschätzte Alternative: eine bessere Leistungsseite

Wer 2.500 € für Ortsseiten ausgeben will, sollte vorher prüfen, wie gut die Seiten sind, die es schon gibt. In vielen Handwerksbetrieben besteht die Seite „Heizung“ aus vier Sätzen und einem Stockfoto. Dieselben 2.500 € in fünf ausführliche Leistungsseiten investiert, mit Ablauf, Preisrahmen, häufigen Fragen und eigenen Fotos, decken deutlich mehr echte Suchanfragen ab als vierzig Ortsvarianten desselben dünnen Textes.

Der Grund ist derselbe wie oben: Was zählt, ist eigenständiger Inhalt. Ob der über den Ort oder über die Leistung entsteht, ist Google gleichgültig. Nur eines funktioniert nicht — Inhalt, den es in dieser Form schon zwanzig Mal auf derselben Domain gibt.

Rechne durch, was lokale Sichtbarkeit kostet

Kein Ranking-Versprechen. Ein ehrliches Budget, eine ehrliche Dauer und die Zahl, ab der es sich für dich rechnet.

1. Wo willst du gefunden werden?

Reichweite
Wie intensiv?

Die Stufe entscheidet, wie schnell etwas passiert. Wir nennen dir bei jeder Stufe ehrlich, ab wann frühestens erste Ergebnisse sichtbar werden — garantieren können wir nichts, das kann niemand.

Wurde für diese Website schon einmal SEO gemacht?

Eine Seite ohne jede Vorarbeit braucht länger — auch bei der höchsten Stufe.

Jeder zusätzliche Ort bedeutet eigene Seiten, eigenes Google-Profil und eigene Bewertungen.

Orte
%

Wenn du es nicht weißt: 0 eintragen. Das ist bei den meisten der ehrliche Startwert.

Anfragen

2. Damit wir den Break-even ausrechnen können

Netto, was ein neuer Kunde im Schnitt bringt.

3. Einmalige Leistungen anpassen
Zusätzlich einmalig
Aufschlüsselung des Ergebnisses
Positionvonbis
Erste Ergebnisse frühestens nach 12 12
Mindestlaufzeit in Monaten 6 6
Nötige Zusatzanfragen pro Monat 5 5
Umsatz je zusätzlicher Anfrage 240 240
Einmalige Leistungen 1.000 8.000
Einsatz bis zu ersten Ergebnissen 8.400 16.800
Mindestbindung bei 6 Monaten 4.000 17.000

Stufe Mittel: erste Ergebnisse frühestens nach 12 Monaten (die Website hatte bisher keinerlei SEO, deshalb länger). Das ist kein Versprechen, sondern der früheste realistische Zeitpunkt - garantieren kann das niemand, auch wir nicht.

Wir schließen keinen SEO-Vertrag unter 6 Monaten ab. Kürzer wäre unseriös: In drei Monaten lässt sich nichts erreichen, und wir würden dir Geld für ein Ergebnis abnehmen, das nicht kommen kann.

Damit sich 1.000 EUR im Monat tragen, brauchst du rund 5 zusätzliche Anfragen monatlich. Heute hast du 2.

Wir rechnen mit der niedrigeren Klickrate von 14 Prozent für Platz 1, weil KI-Antworten in der Suche Klicks kosten. Ohne sie wären es 28 Prozent.

Willst du wissen, ob sich SEO für dich überhaupt lohnt?

Wir sehen uns deine Zahlen an und sagen es dir ehrlich. Bei manchen Geschäftsmodellen lautet die Antwort Nein — dann sagen wir das auch.

Termin aussuchen Direkt anrufen Als PDF speichern

Das PDF enthält deine Auswahl, den Garantiepreis und das Gültigkeitsdatum — ohne dass du Kontaktdaten hinterlassen musst.

Das Ergebnis ist eine Orientierung auf Basis öffentlich belegter Marktdaten, kein Angebot.

Woher die Zahlen kommen (7 Quellen)
  • Klickraten für Position 1: Die beiden geprüften Primärquellen messen Unterschiedliches — Seer Interactive misst die Klickrate pro Impression (1,3 bis 3,8 %), First Page Sage misst die Klickrate auf sauberen Suchergebnisseiten (39,8 % für Position 1). Eine belastbare Positions-1-Klickrate speziell für Suchanfragen mit AI Overview lässt sich daraus nicht ableiten. Die im Rechner verwendeten Werte sind deshalb als Schätzung gekennzeichnet.
  • Exakte kombinierte CTR: Eine exakte, garantierte CTR für Position 1 *inklusive* AI-Overview-Klicks lässt sich schwer belegen. Die Search Console (GSC) vermischt die Daten oft, und Drittanbieter-Tools kämpfen noch mit der sauberen Trennung von "Zero-Click", "AIO-Link-Klick" und "Klassischer Orga-Klick".
  • Pauschale Preise für Content: Content-Preise pro Seite sind extrem volatil und hängen stark vom KI-Einsatz ab. Eine Unterscheidung zwischen reinem KI-Content (sehr günstig) und redaktionellem Deep-Dive-Fachartikel (sehr teuer) fehlt in den meisten Meta-Studien, was die Spannen verzerrt.
  • Dauer von SEO (Agenturen vs. Datenbasis): Viele Agentur-Blogs versprechen im Marketing-Ton "sichtbare Ergebnisse in 4-6 Wochen", um Kunden zu gewinnen. Die validen Primärdaten von Ahrefs und Sistrix belegen hingegen, dass für über 90% der neuen Seiten ein Top-10-Ranking im ersten Jahr in kompetitiven Nischen fast ausgeschlossen ist (fehlende Historie, Authority-Gap).
  • AIO-Klicks (Google-Statement vs. Unabhängige Studien): Google behauptet offiziell in Statements, dass AI Overviews zu mehr Klicks und höherwertigem Traffic für Publisher führen. Unabhängige Studien aus 2026 (wie von Seer Interactive) zeigen jedoch das Gegenteil: Eine starke CTR-Kompression für traditionelle Ergebnisse und sehr geringe Klickraten (unter 3%) direkt aus den AI Overviews.
  • Bewertungszahlen im Handwerk: Für den bundesweiten Durchschnitt an Google-Bewertungen bei Handwerksbetrieben und für die Schwelle "50+ Bewertungen für Top-Rankings" ließ sich am 25.07.2026 keine belastbare Primärquelle finden. Beide Werte sind Schätzungen und im Ergebnis gekennzeichnet. Belegt ist dagegen, dass 47 % der Verbraucher Betriebe mit weniger als 20 Bewertungen meiden.
  • Ein bundesweit exakter, offizieller Durchschnitt für die "Ortsbesten" in allen Handwerkssparten (z.B. Tischler vs. Elektriker), da die Zahlen je nach lokaler Konkurrenzsituation (München vs. ländlicher Raum) extrem schwanken (daher als Spanne "50-100+" anhand von SEO-Analysen abgeleitet).
  • Klickraten (CTR): Ältere Studien sprechen Platz 1 im Map-Pack teils über 30 % Klickrate zu, während 2026er Studien (bedingt durch AI-Overviews und LSA-Anzeigen) deutlich geringere Abstände zwischen Platz 1 (ca. 17,6 %) und Platz 3 (ca. 15,1 %) feststellen.
  • Badge-Namensgebung LSA: Während der Begriff „Google Garantiert“ (Google Guaranteed) in der deutschen Praxis oft noch verwendet wird, weisen Berichte aus 2026 auf eine Konsolidierung der Badges (häufiger „Von Google verifiziert“) hin, wodurch Begrifflichkeiten teils verschwimmen.
  1. firstpagesage.com belegt: Klickraten im Google Local Pack 2026: Platz 1 = 17,6 %, Platz 2 = 15,4 %, Platz 3 = 15,1 %; Local Service Ads 3,1 / 2,8 / 2,5 %
  2. unwashed.co belegt: Kosten für professionelle Webtexte: etwa 150-600 EUR pro Landingpage; Berufsverband Text 315 EUR pro Normseite (200 Wörter), Deutscher Journalistenverband rund 200 EUR pro Normseite (250 Wörter) bzw. 80 Cent pro Wort; Texter-Stundensatz rund 90 EUR
  3. seohandbook.co.uk belegt: Nur Startseite erreichbar — die Aussage zum 20-Prozent-Ranking-Gewicht von Bewertungen war dort am 25.07.2026 nicht auffindbar. Wert im Rechner als Schätzung gekennzeichnet.
  4. www.brightlocal.com belegt: Local Consumer Review Survey 2026: 31 % der Verbraucher nutzen nur Betriebe ab 4,5 Sternen (2025: 17 %), 68 % nur ab 4 Sternen, "4,5-5 Sterne" als Sweet Spot; 47 % meiden Betriebe mit weniger als 20 Bewertungen; 74 % suchen Bewertungen aus den letzten drei Monaten
  5. ads.google.com belegt: Verfügbarkeit von Google Local Services Ads für Handwerks- und Dienstleistungsbranchen in Deutschland
  6. cms.law belegt: Nur Startseite der Kanzlei hinterlegt und für automatisierte Abrufe gesperrt (HTTP 403). Der Fachbeitrag zur Unzulässigkeit von Gewinnspiel-Bewertungen und Review Gating nach § 5 UWG konnte am 25.07.2026 nicht verifiziert werden — rechtlich tragend ist Q7.
  7. support.google.com belegt: Verbot von Review Gating und incentivierten Bewertungen in Google-Richtlinien

Alle Quellen abgerufen am 25.07.2026. Preise netto.

Quellen

Nicht belegbar und deshalb ohne Zahl: eine Obergrenze, ab wie vielen Ortsseiten Google eingreift — die Richtlinien nennen keine Zahl, die Grenze verläuft über den Inhalt, nicht über die Menge. Ebenfalls nicht belegt: wie viele Anfragen eine einzelne Ortsseite bringt, wie hoch das Suchvolumen für „Gewerk plus Ort“ in deinem konkreten Umland ist und wie oft Doorway-Muster tatsächlich zu einer manuellen Maßnahme führen. Die Empfehlung „zehn statt vierzig“ ist eine Ableitung aus Richtlinie und Textkosten, kein Studienergebnis.