Kurz gesagt

In A/B-Tests schneiden echte Fotos von Mitarbeitern und Kunden regelmäßig besser ab als generische Stockbilder. Stockfotos lösen bei vielen Nutzern einen Vertrauensabschlag aus und werden häufig schlicht übersehen. Ein professionelles Shooting kostet 500 bis 3.500 €, aber der größere Teil der Motive lässt sich mit einem aktuellen Smartphone selbst erledigen.

Was die Testlage hergibt — und wo ihre Grenzen liegen

Aus der Conversion-Optimierung liegen mehrere Auswertungen vor. Anbieter von Testsoftware berichten, dass authentische Fotos generische Stockmotive in A/B-Tests deutlich übertreffen. Aus Analysen zum Nutzerverhalten stammt die Beobachtung, dass Stockfotos einen Vertrauensabschlag verursachen und von Besuchern oft gar nicht wahrgenommen werden. In einer Sammlung von Einzelfällen wird ein Vorsprung von 35 Prozent bei der Conversion-Rate gegenüber hochwertigen Stockfotos genannt.

Diese 35 Prozent solltest du nicht als Planungsgröße verwenden. Der Wert stammt aus einer Zusammenstellung einzelner Tests, nicht aus einer breit angelegten Studie, und schon gar nicht aus dem Handwerk. Belastbar ist die Richtung, nicht der Betrag. Eine Erhebung, die den Effekt eigener Fotos speziell auf Handwerker-Websites misst, existiert nach unserer Recherche nicht.

Warum es im Handwerk besonders auffällt

Stockbilder im Handwerk sind an drei Dingen erkennbar: makellose Arbeitskleidung, Werkzeug in unbenutztem Zustand und Personen, die in die Kamera lächeln, statt zu arbeiten. Deine Kunden erkennen das, weil sie den echten Zustand einer Baustelle kennen. Wer ein Bild von einem Handwerker zeigt, der nicht im Betrieb arbeitet, erzählt in der ersten Sekunde etwas über sein Verhältnis zur Genauigkeit.

Dazu kommt ein praktischer Punkt: Für Ortsseiten und Referenzen brauchst du ohnehin eigene Bilder, weil sie nur dann etwas zeigen, was es sonst nirgends gibt. Dasselbe Stockbild taucht auf hunderten anderen Websites auf, teils bei direkten Wettbewerbern im selben Ort.

Was ein Shooting kostet und wann es sich lohnt

Ein Business-Shooting liegt bei 500 bis 800 €, ein Team-Shooting bei 2.200 bis 3.500 €. Zum Vergleich: Der Text für eine einzelne Seite kostet 50 bis 400 €. Ein Shooting ist damit kein kleiner Posten, aber auch keine Sonderausgabe — es liegt in der Größenordnung von zwei bis vier Textseiten.

Sinnvoll ist ein Fotograf für die Motive, die du nicht wiederholen kannst und die überall auftauchen: Porträts des Teams, das Betriebsgebäude, das Fahrzeug. Nicht sinnvoll ist er für Baustellenfotos, denn die entstehen laufend und altern schnell. Diese Aufteilung senkt die Kosten deutlich, ohne dass die Seite nach Amateur aussieht.

Zwölf Motive, die du selbst machen kannst

Sechs Regeln fürs Selbermachen

Der letzte Punkt hebt den Vorteil sonst wieder auf. Ein echtes Foto, das die Seite auf sechs Sekunden Ladezeit bringt, ist schlechter als ein kleines Stockbild. Beides zusammen — eigenes Motiv und kleine Datei — ist der Zustand, den du willst.

Und was ist mit KI-Bildern?

Zu generierten Bildern liegen uns keine belastbaren Conversion-Daten vor, deshalb steht hier keine Zahl. Was sich aus der Datenlage zu Stockfotos ableiten lässt: Der berichtete Vertrauensabschlag entsteht dadurch, dass ein Bild erkennbar nicht den echten Betrieb zeigt. Ein generiertes Bild erfüllt dieses Kriterium genauso wie ein gekauftes. Für Hintergründe und abstrakte Grafiken mag das unerheblich sein, für das Bild deines Teams nicht.

Wo eigene Fotos am meisten wirken

Nicht jede Stelle auf der Website ist gleich wichtig. Wenn dein Budget für zwölf gute Bilder reicht und nicht für sechzig, gehören sie in dieser Reihenfolge platziert.

Wann ein gekauftes Bild in Ordnung ist

Der berichtete Vertrauensabschlag entsteht dort, wo ein Bild vorgibt, deinen Betrieb zu zeigen, und es nicht tut. Daraus folgt umgekehrt: Für Motive, die niemand als Aussage über deinen Betrieb liest, ist ein gekauftes Bild unproblematisch. Ein neutraler Hintergrund, eine Illustration zur Funktionsweise einer Wärmepumpe, ein Symbolbild in einem Ratgeberartikel — dort erwartet niemand ein Foto aus deiner Werkstatt.

Kritisch wird es bei drei Motiven: Personen in Arbeitskleidung, dein angebliches Fahrzeug und angebliche Baustellen. Genau diese drei sind es, die auf den meisten Handwerkerseiten gekauft sind, und genau dort wird der Abschlag erzeugt. Wenn du diese drei durch eigene Aufnahmen ersetzt, hast du den größten Teil des Effekts, ohne die ganze Bildwelt austauschen zu müssen.

Was Bildmaterial insgesamt kostet

Preise nach den Vergütungstarifen von AGD und BDG — den einzigen Zahlen, die im deutschen Grafikmarkt wirklich belegt sind.

1. Marke

Logo

2. Gastronomie

Speisekarte gestalten

Preis richtet sich nach der Anzahl der Gerichte, nicht nach den Seiten. Getränke zählen nicht mit.

3. Drucksachen (Gestaltung, ohne Druckkosten)

Was soll gestaltet werden?

Der Druck selbst kommt bei der Druckerei dazu und hängt an Auflage und Papier.

4. Fahrzeug

Fahrzeugbeschriftung

Nur die Gestaltung. Das Anbringen macht die Werbetechnik und wird dort berechnet.

5. Digital

Social-Media-Vorlagen
Aufschlüsselung des Ergebnisses
Positionvonbis
Logo, einfach 300 1.500

Passt das ungefähr?

Dann sprechen wir 20 Minuten darüber. Kein Verkaufsgespräch, keine Verpflichtung.

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Das PDF enthält deine Auswahl, den Garantiepreis und das Gültigkeitsdatum — ohne dass du Kontaktdaten hinterlassen musst.

Das Ergebnis ist eine Orientierung auf Basis öffentlich belegter Marktdaten, kein Angebot.

Woher die Zahlen kommen (2 Quellen)
  • Mangels spezifischer und aktueller 2026-Preislisten aus Primärquellen mussten folgende Medien als "unbelegt" (geschätzt auf Basis von Format-Adaptionen vergleichbarer Größen) deklariert werden:
  • Nichts davon wurde erfunden, sondern aus vergleichbaren Werbemitteln (Rollup, Flyer) abgeleitet, jedoch gibt es hierfür keinen expliziten und zitierfähigen Einzelnachweis in den aktuellen VTV-Tabellen.
  • Stundensatz vs. Pauschale: Manche Plattformen werben mit Logo-Design für "unter 500 €" als Pauschale. Nach den offiziellen Vorgaben (BDG/AGD) mit 105 €/Std. würde dies höchstens 4 Stunden Zeitaufwand inklusive Nutzungsrechten abdecken, was für ein seriöses Logo kaum ausreichend ist.
  • Nutzungsrechte: Während viele günstige Freelancer "alle Rechte inklusive" anbieten, sieht der Tarifvertrag der AGD vor, dass die Nutzungsrechte in einem detaillierten Faktor (bis zu 2,5-fach des Entwurfs) separat abgerechnet werden.
  1. calculate.design belegt: Stundensätze (105-120€), Grundlagen der Nutzungsrechte-Kalkulation
  2. bdg.de belegt: Empfehlung existenzsichernder Honorare, Verhandlungshilfen

Alle Quellen abgerufen am 25.07.2026. Preise netto.

Quellen

Nicht belegbar und deshalb ohne Zahl: der Effekt eigener Fotos speziell auf Handwerker-Websites, die Wirkung KI-generierter Bilder auf die Conversion-Rate und der Zeitaufwand für eigene Fotos. Der genannte Vorsprung von 35 Prozent stammt aus einer Fallsammlung, nicht aus einer breit angelegten Studie, und ist als Größenordnung zu lesen, nicht als Planungswert. Zu Einwilligungen bei Personenaufnahmen geben wir bewusst keine Auskunft, das ist Rechtsberatung.