Die Antwort in zwei Sätzen

Google findet Seiten, indem es Verweisen folgt, baut sie dann so auf, wie ein Smartphone sie sieht, und nimmt sie erst danach in seinen Katalog auf. Wer nicht in diesem Katalog steht, kann über die Suche nicht gefunden werden — ganz gleich, wie gut die Website ist.

Kurz erklärt

Stell dir Google als sehr fleißigen Bibliothekar vor, der in drei Schritten arbeitet.

Wichtig zu wissen: Aufnahme in den Index ist keine Garantie für eine gute Platzierung, und Google entscheidet selbst, was aufgenommen wird. Aber ohne Aufnahme geht gar nichts — deshalb ist das die erste Sache, die man prüft, wenn eine Seite nicht gefunden wird.

Schritt für Schritt: prüfen, ob Google deine Seiten kennt

  1. Google öffnen. Ruf google.de auf.
  2. Abfrage eingeben. Tipp ins Suchfeld site:deine-domain.de und ersetze den Teil hinter dem Doppelpunkt durch deine echte Adresse, ohne www und ohne https. Achte darauf, dass kein Leerzeichen nach dem Doppelpunkt steht.
  3. Ergebnis lesen. Google listet die Unterseiten auf, die im Index liegen. Sind es null Treffer, gibt es ein grundsätzliches Problem. Sind es deutlich weniger als deine Seitenzahl, fehlen einzelne Seiten.
  4. Bei null Treffern: die Sperre prüfen. Melde dich in WordPress an, geh auf „Einstellungen“, dann „Lesen“. Ist bei „Sichtbarkeit für Suchmaschinen“ ein Haken gesetzt, entfern ihn und speichere.
  5. robots.txt ansehen. Ruf deine-domain.de/robots.txt im Browser auf. Steht dort eine Zeile Disallow: /, wird die gesamte Seite ausgeschlossen. Das gehört korrigiert.
  6. Sitemap prüfen. Ruf deine-domain.de/sitemap.xml auf. Dort sollten deine Seiten aufgelistet sein. Fehlt die Datei, erzeugt sie in der Regel ein Plugin für Suchmaschinenoptimierung.
  7. Search Console nutzen. Gib dort im oberen Suchfeld eine einzelne Adresse ein. Google zeigt an, ob die Seite im Index ist und warum nicht. Über „Indexierung beantragen“ kannst du eine erneute Prüfung anstoßen.
  8. Verweise setzen. Stell sicher, dass jede wichtige Unterseite aus dem Menü oder aus einem Text heraus verlinkt ist. Seiten ohne jeden Verweis werden schlecht gefunden.

Die häufigsten Fehler

Woran du merkst, dass etwas nicht stimmt

Sitemap und robots.txt: zwei Dateien, die du kennen solltest

Beide Dateien liegen im Wurzelverzeichnis deiner Website und lassen sich einfach im Browser aufrufen. Du musst sie nicht selbst schreiben, aber es hilft zu wissen, was sie tun.

Die Sitemap ist ein Inhaltsverzeichnis deiner Website in Maschinenform. Sie listet alle Adressen auf, die es gibt, und macht es für Suchmaschinen leichter, nichts zu übersehen. In WordPress erzeugt sie in der Regel ein Plugin für Suchmaschinenoptimierung automatisch und hält sie aktuell. Du findest sie meist unter deine-domain.de/sitemap.xml oder sitemap_index.xml.

Die robots.txt ist eine Hinweistafel am Eingang. Sie sagt, welche Bereiche nicht besucht werden sollen — etwa der Verwaltungsbereich. Sie ist keine Zugangssperre, sondern eine Bitte, an die sich seriöse Suchmaschinen halten. Gefährlich wird sie nur, wenn dort eine Zeile Disallow: / steht: Damit wird die gesamte Website ausgeschlossen. Diese Zeile stammt fast immer aus einer Testphase.

Was Arbeit an der Sichtbarkeit bringt

Im Kartenfeld entscheiden drei Plätze über fast die Hälfte aller lokalen Klicks. Rechne aus, was dir fehlt.

1. Wo stehst du heute?

Deine Position im Kartenfeld

Such deinen wichtigsten Begriff plus deine Stadt auf dem Telefon und schau nach, wo du erscheinst.

2. Deine Bewertungen

Ein typischer Handwerksbetrieb hat 8 bis 13. Die Ortsbesten liegen bei 50 und mehr.

Bewertungen

Der ideale Bereich liegt bei 4,5 bis 4,8. Glatte 5,0 wirken auf viele Menschen unglaubwürdig.

Sterne
%

3. Nachfrage und Wert

Grobe Schätzung genügt. Bei einem Handwerksgewerk in einer Mittelstadt sind einige hundert realistisch.

Suchen
Aufschlüsselung des Ergebnisses
Positionvonbis
Klicks im Monat heute 4,50 4,50
Mögliche Klicks auf Platz 1 52,80 52,80
Fehlende Bewertungen 42 42
Zusätzliche Aufträge im Jahr 173,88 173,88

Von Platz außerhalb auf Platz 1 wären rechnerisch 48 zusätzliche Klicks im Monat möglich - bei deinen Zahlen 139.104 EUR Umsatzpotenzial im Jahr.

Dir fehlen rund 42 Bewertungen bis zum Niveau der Ortsbesten. Das ist der günstigste Hebel ueberhaupt: Er kostet nichts außer Fragen.

Niemals Gegenleistungen für Bewertungen anbieten und niemals nur zufriedene Kunden zur Bewertung schicken. Beides verstößt gegen Googles Richtlinien und ist nach § 5 UWG abmahnbar.

Sollen wir dein Profil ansehen?

Wir prüfen dein Google-Unternehmensprofil und sagen dir in 20 Minuten die drei Punkte, die bei dir am meisten bringen. Auch wenn du sie danach selbst umsetzt.

Termin aussuchen Direkt anrufen Als PDF speichern

Das PDF enthält deine Auswahl, den Garantiepreis und das Gültigkeitsdatum — ohne dass du Kontaktdaten hinterlassen musst.

Das Ergebnis ist eine Orientierung auf Basis öffentlich belegter Marktdaten, kein Angebot.

Woher die Zahlen kommen (9 Quellen)
  • Bewertungszahlen im Handwerk: Für den bundesweiten Durchschnitt an Google-Bewertungen bei Handwerksbetrieben und für die Schwelle "50+ Bewertungen für Top-Rankings" ließ sich am 25.07.2026 keine belastbare Primärquelle finden. Beide Werte sind Schätzungen und im Ergebnis gekennzeichnet. Belegt ist dagegen, dass 47 % der Verbraucher Betriebe mit weniger als 20 Bewertungen meiden.
  • Ein bundesweit exakter, offizieller Durchschnitt für die "Ortsbesten" in allen Handwerkssparten (z.B. Tischler vs. Elektriker), da die Zahlen je nach lokaler Konkurrenzsituation (München vs. ländlicher Raum) extrem schwanken (daher als Spanne "50-100+" anhand von SEO-Analysen abgeleitet).
  • Klickraten (CTR): Ältere Studien sprechen Platz 1 im Map-Pack teils über 30 % Klickrate zu, während 2026er Studien (bedingt durch AI-Overviews und LSA-Anzeigen) deutlich geringere Abstände zwischen Platz 1 (ca. 17,6 %) und Platz 3 (ca. 15,1 %) feststellen.
  • Badge-Namensgebung LSA: Während der Begriff „Google Garantiert“ (Google Guaranteed) in der deutschen Praxis oft noch verwendet wird, weisen Berichte aus 2026 auf eine Konsolidierung der Badges (häufiger „Von Google verifiziert“) hin, wodurch Begrifflichkeiten teils verschwimmen.
  • Der Anteil telefonischer gegenüber schriftlichen Anfragen ist branchenweit nicht sauber erhoben. Wir behaupten dazu keine Zahl.
  • Eine allgemeingültige Abschlussquote von Anfrage zu Auftrag ist nicht belegbar. Der Rechner fragt sie deshalb ab.
  • Betriebszahlen unterscheiden sich systematisch: der ZDH zählt Eintragungen in die Handwerksrolle, Destatis zählt Unternehmen. Wir nennen die Quelle immer mit.
  1. www.clean-invoice.com belegt: Stundenverrechnungssaetze Maler, Elektro, SHK, Dachdecker
  2. www.baustellenbuddys.de belegt: Wasserschadensanierung, GDV-Durchschnitt 3.000 EUR
  3. www.agentur-fuers-handwerk.de belegt: Notdienst-Zuschlaege 50-150 % auf den Stundenlohn
  4. www.zdh-statistik.de belegt: Handwerksbetriebe Deutschland 2025: 1.038.126
  5. www.it.nrw belegt: Handwerksbetriebe NRW 2024: rund 109.000
  6. www.zdh.de belegt: SHK 50.272 Betriebe, Dachdecker 15.239 Betriebe, Stand 2025
  7. www.verbraucherzentrale.de belegt: Kosten Türöffnung normal und Notdienst, Rohrreinigung
  8. www.bitkom.org belegt: 94 % der Handwerksbetriebe haben 2025 eine Website
  9. www.telewa.de belegt: Verlustrate unbeantworteter Anrufe im Handwerk 25-30 %, max. 62 %

Alle Quellen abgerufen am 25.07.2026. Preise netto.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis eine neue Seite erfasst wird?

Das lässt sich nicht verbindlich sagen. Google entscheidet selbst, wann und wie oft eine Website besucht wird. Über die Search Console kannst du eine Prüfung beantragen, aber auch das ist kein Termin, sondern ein Hinweis.

Muss jede Seite in den Index?

Nein. Danke-Seiten nach dem Absenden eines Formulars, interne Suchergebnisse oder Doppelungen gehören nicht hinein. Wichtig ist, dass alle Seiten mit echtem Inhalt erfasst sind — Leistungen, Orte, Referenzen, Kontakt.

Bedeutet indexiert auch gefunden?

Nein. Im Index zu stehen ist die Voraussetzung, nicht das Ergebnis. Ob deine Seite bei einer Suche weit oben erscheint, entscheidet sich danach über Relevanz, Inhalt und Wettbewerb. Der Index ist die Eintrittskarte, nicht der Sitzplatz.

Passend dazu

Quellen

Nicht belegbar: wie lange es im Einzelfall bis zur Aufnahme einer Seite dauert und wie häufig Google eine bestimmte Website besucht. Google veröffentlicht dazu keine Fristen. Auch die Zahl der Treffer bei einer Abfrage mit site: ist eine Schätzung und keine exakte Bestandsangabe.

Die Abfrage in Schritt 2 dauert dreißig Sekunden und beantwortet die wichtigste Frage. Falls sie null Treffer liefert und du bei den Schritten 4 bis 6 nicht weiterkommst, schauen wir uns das an.